„Wissenstransfer für die Selbsthilfe“: Datenbank geht online

14.10.2013
Foto: Frau vor Computerbildschirm

Die Selbsthilfe-Datenbank macht Forschungsergebnisse für die breite Öffentlichkeit und die Wissenschaft verfügbar; © HAWK

In der Datenbank des Projekts „Wissenstransfer für die Selbsthilfe“ (WISE) werden Berichte zu empirischen Selbsthilfe-Forschungsprojekten erfasst und über das Internet der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Das Projekt WISE wird seit 2012 vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert. Kooperationspartner des Projektes sind die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Abteilung für Medizinische Soziologie) und das Institut für gesundheits- und sozialwissenschaftliche Forschung und Beratung e.V.

Ziel des Projektes ist die Unterstützung und die Förderung der gesundheitsbezogenen gemeinschaftlichen Selbsthilfe durch den Transfer wissenschaftlichen Wissens in die Praxis und Politik und die Zusammenfassung von Forschungsergebnissen für die Wissenschaft.

Erreicht werden soll dieses Ziel durch die Aufbereitung wissenschaftlicher Literatur. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der allgemeinverständlichen und systematischen Darstellung sowie methodenkritischen Bewertung von Studien über die gesundheitsbezogene gemeinschaftliche Selbsthilfe.

Eine derartige Literaturübersicht ermöglicht eine bessere Einschätzung der heutigen quantitativen und qualitativen Verbreitung der gesundheitsbezogenen gemeinschaftlichen Selbsthilfe, ihrer Arbeitsweisen, Ziele, Erfolge und Wirkungen sowie ihres Unterstützungs- und Förderbedarfs.

In einem ersten Schritt wurden quantitative und qualitative Wirkungsstudien zum Thema Selbsthilfe in die Forschungsdatenbank aufgenommen. Geplant ist die Aufnahme von weiteren Studien und Forschungsbereichen der Selbsthilfeforschung.

Das Projekt basiert auf einer Überarbeitung und einem Update der Datenbankinhalte und einem Umzug der Datenbank-Website der Clearing- und Dokumentationsstelle für Selbsthilfeforschung (CDS) an die HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim. Die Abteilung für Medizinische Soziologie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg hat in den Jahren 2000 und 2001 mit finanzieller Förderung des Bundesministeriums für Gesundheit die CDS und eine Forschungsdatenbank aufgebaut, in der Daten, Berichte und Forschungsergebnisse zusammengestellt und zugänglich gemacht werden und die durch eigene Initiativen die Entwicklung in diesem Bereich fördert.

Bei der Konzeption der Datenbank, insbesondere der Aufbereitungskriterien für die Projektberichte, der Infrastruktur der Datenbank und der Recherchestrategie, waren konstruktive Diskussionen mit der Nationalen Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (NAKOS), der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihren Angehörigen (BAG SELBSTHILFE) und dem Projektverbund Gesundheitsbezogene Selbsthilfe in Deutschland – Entwicklungen, Wirkungen, Perspektiven (SHILD) sehr hilfreich.

REHACARE.de; Quelle: HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen

Die Datenbank der HAWK finden Sie hier: http://elearn.hawk-hhg.de/projekte/wise