„vilmA“ zeichnet Menschen mit Behinderung in Beschäftigung und Ausbildung aus

26/04/2013
Foto: Werbegesicht für den Preis

VdK-Preis „vilmA“: Bis zum 15. Juni 2013 können Vorschläge eingereicht werden; © Sozialverband VdK NRW

Ihre vielfältigen Fähigkeiten und Talente bringen in Nordrhein-Westfalen rund 240.000 Menschen mit Behinderung mit viel Engagement an ihrem Arbeitsplatz ein. Der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen prämiert positive Beispiele.

Der Anteil von Menschen mit Behinderung, die einer Erwerbstätigkeit nachgehen, ist nach wie vor deutlich niedriger als bei nicht behinderten Menschen. Um Barrieren in den Köpfen abzubauen und aufzuzeigen, welche Möglichkeiten die Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderung mit sich bringen, würdigt der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr zum vierten Mal herausragende Beispiele für Teilhabe im Arbeitsleben.

Neu ist in diesem Jahr der Titel der Auszeichnung: Der „VdK Preis für Menschen mit Behinderung in Beschäftigung und Ausbildung“ trägt ab sofort den Beinamen „vilmA“. Diese Abkürzung steht für „vorbildlich, individuell, leistungsstark und motiviert in der Arbeitswelt“ und verweist auf jene Eigenschaften, die allen Kandidaten gemein sind. Ziel der Auszeichnung ist es, Vorurteile abzubauen und die Chancen von Menschen mit Behinderung für Ausbildung und Beschäftigung zu verbessern.

Schirmherr des „VdK Preises für Menschen mit Behinderung in Beschäftigung und Ausbildung – vilmA“ ist Guntram Schneider, Minister für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. Unterstützt wird die Auszeichnung, die alle zwei Jahre verliehen wird, von insgesamt neun Organisationen. Für die Bereiche Beschäftigung und Ausbildung stehen Gesamtpreise in Höhe von 12.000 Euro für bis zu acht Preisträger zur Verfügung.

Preisträger können Menschen mit Behinderung aus Nordrhein-Westfalen sein, die sich durch besondere Leistungen hervorheben: Beschäftigte und Selbstständige aus allen Fachrichtungen und Branchen, Auszubildende, Studierende, Mitarbeiter von Werkstätten für Menschen mit Behinderung.

Ausschlaggebend sind besondere Leistungen in Beschäftigung oder Ausbildung sowie Aspekte der Behinderung. Darüber hinaus können weiteres freiwilliges Engagement am Arbeits-/Ausbildungsplatz und/oder außerhalb von Ausbildung und Beruf in die Bewertung einfließen.

Mögliche Bewerber könnten in folgenden Tätigkeitsfeldern arbeiten und folgende Fähigkeiten und Talente mitbringen:
• Gehörloser Schriftsetzer, der für interessierte Kollegen aus der Druckerei regelmäßig gebärdensprachlich orientierte Kommunikationskurse anbietet.
• Studentin mit Nierenerkrankung, die ihr Studium trotz regelmäßiger Dialyse-Termine in angemessener Zeit erfolgreich absolviert und sich neben dem Studium ehrenamtlich engagiert.
• Inhaber einer Werkstatt für behindertengerechte Umbauten von Fahrzeugen, dem selbst eine Hand fehlt und der mit seinem Know-how anderen Menschen mit Behinderung zu mehr Mobilität und Selbstbestimmung verhilft.
• Angehende Bürokraft mit geistiger Entwicklungsverzögerung, die ihre Ausbildung mit großem Ehrgeiz bewältigt und innerhalb der Belegschaft voll anerkannt ist.
• Mitarbeiter einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung, der eine überdurchschnittliche Entwicklung bei der Bewältigung seiner Aufgaben zeigt oder sich sehr stark für andere Werkstattmitarbeiter einsetzt.

Kandidaten für den „VdK Preis für Menschen mit Behinderung in Ausbildung und Beschäftigung – vilmA“ können von Arbeitgebern, Institutionen, betrieblichen Interessenvertretungen und Einzelpersonen (beispielsweise Pfarrer, Sporttrainerin) vorgeschlagen werden. Vorschläge durch Familienangehörige oder Freunde sind ebenso ausgeschlossen wie Eigenbewerbungen. Die Preisverleihung findet am 27. September 2013 im Rahmen der Messe REHACARE International in Düsseldorf statt.

REHACARE.de; Quelle: Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen e.V.

Mehr uber den VdK und das Bewerbungsverfahren unter: www.vdk.de/nrw