14. Woche des Sehens - bundesweite Informationskampagne

19.08.2015
Foto: Nahaufnahme Gesichts eines Mannes

Die Fernsehjournalistin Gundula Gause unterstützt die Kampagne als Schirmherrin; © Woche des Sehens

"Auf Augenhöhe" heißt das Thema der diesjährigen Woche des Sehens, die am 8. Oktober startet. In diesem Jahr beginnt die Aktionswoche somit am "Welttag des Sehens", der jährlich am zweiten Donnerstag im Oktober stattfindet. Enden wird die Kampagne eine Woche später, am 15. Oktober, dem internationalen "Tag des weißen Stocks".

Dazwischen haben Interessierte und Betroffene die Möglichkeit, an zahlreichen Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet teilzunehmen. Das Angebot reicht dabei von medizinischen Vorträgen über Hilfsmittelausstellungen bis hin zu Aktionen in Fußgängerzonen rund um die Themen Blindheit, Sehen und Sehbehinderung.

Dabei werden unterschiedlichste Aspekte beleuchtet - vom partnerschaftlichen Verhältnis zwischen Augenarzt und Patient über die Hilfe zur Selbsthilfe in den ärmsten Ländern der Welt bis hin zum respektvollen Umgang mit behinderten Menschen im täglichen Leben. Seit dem Jahr 2002 nehmen Augenärzte, Selbsthilfe- und Entwicklungshilfeorganisationen die Aktionswoche zum Anlass, um auf die Situation blinder und sehbehinderter Menschen in Deutschland sowie in Entwicklungsländern aufmerksam zu machen.

Die Woche des Sehens bietet als Aktionswoche den perfekten Anlass, Leser, Zuschauer und Zuhörer über Augengesundheit, Bedürfnisse von betroffenen Menschen sowie die Auswirkungen von Sehbehinderung und Blindheit in Deutschland und den ärmsten Ländern der Welt zu informieren.

Augenärzte, ihre Patienten und nicht selten auch deren Angehörige sind Partner - oft über viele Jahre hinweg. Denn häufig sind Augenkrankheiten, die das Sehvermögen bedrohen, chronische Krankheiten, die regelmäßige Kontrolluntersuchungen sowie eine ständige Anpassung der Therapie an die aktuelle Situation notwendig machen. Die Augenärzte weisen deshalb darauf hin, dass eine langfristige Zusammenarbeit von Augenarzt und Patient auf Augenhöhe das Sehvermögen erhalten kann.

Meist werden die Fähigkeiten blinder und sehbehinderter Menschen unterschätzt, in der Folge werden sie als nicht ebenbürtig wahrgenommen. Wie die Betroffenen ihren Alltag meistern und auch mit nachlassender Sehkraft ihre Selbständigkeit beibehalten, möchten die Selbsthilfeorganisationen blinder und sehbehinderter Menschen zeigen.

In Entwicklungsländern ist der Graue Star die häufigste Blindheitsursache. Dabei genügt hier schon ein kleiner Eingriff, um erblindeten Menschen zu helfen. Allerdings wissen viele Betroffene nicht, dass eine Operation ihnen das Augenlicht zurückgibt, oder sie können sich die OP nicht leisten. Weltweit bieten die Entwicklungshilfeorganisationen daher auf Augenhöhe Hilfe an, unterstützen Augenkrankenhäuser, mobile Kliniken und die Ausbildung von einheimischen Augenärzten.

REHACARE.de; Quelle: Woche des Sehens

Mehr über die Woche des Sehens finden Sie hier: www.woche-des-sehens.de