App für Diabetiker ausgezeichnet

18.12.2015
Foto: lumind Wearable

lumind ist sowohl als Wearable als auch in Form einer Tischleuchte geplant; © lumind

Kevin Röhl, Absolvent des Studiengangs Mediendesign an der Hochschule Mainz, ist für seine Diabetes-App lumind mit dem Public Award des Wettbewerbs Wearable IT/Fashion Tech ausgezeichnet worden. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird von der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung vergeben für innovative Produkte, Konzepte und Anwendungen aus dem Bereich der WearableIT (tragbare elekronische Geräte).

lumind ist ein digitales Helfersystem für Diabetiker, das sie daran erinnert, regelmäßig ihren Blutzucker zu messen. Bei Typ-1-Diabetikern produziert der Körper das lebenswichtige Hormon Insulin nicht mehr, sodass die Betroffenen sich ihr Insulin händisch spritzen müssen, um den Blutzuckerspiegel im Zielbereich zu halten. Darüber hinaus müssen die Blutzuckerwerte fünf bis acht Mal am Tag mit Hilfe eines Tropfens Blut gemessen werden, um die Krankheit zu kontrollieren und Folgeerkrankungen vorzubeugen.

Die wichtigste Komponente von lumind ist ein farbiges Licht, das Diabetiker und ihre engen Angehörigen erinnert, motiviert und informiert. Die Lichtfarbe spiegelt den letzten Blutzuckerwert wider: Rot bedeutet, dass der Wert zu niedrig ist. Blau zeigt an, dass der Zucker zu hoch ist und ein grünes Licht signalisiert, dass der Zielbereich eingehalten ist. Beginnt das Licht zu pulsieren, ist es Zeit für eine erneute Messung.

lumind ist sowohl als Wearable als auch in Form einer Tischleuchte geplant. Das Wearable unterstützt Diabetiker unterwegs, wohingegen die stationäre Leuchte zu Hause auch Angehörige, wie zum Beispiel Eltern oder Partner einbezieht, indem sie ihnen über das Internet immer die aktuellen Werte anzeigt – auch wenn Diabetiker und Angehöriger räumlich voneinander getrennt sind.

Mit lumind soll insbesondere jungen Diabetikern ein Hilfsmittel an die Hand gegeben werden, um selbstständig den Umgang mit ihrer Krankheit zu erlernen und motiviert zu bleiben. Angehörige sollen ebenso einbezogen werden können, damit auch sie die Krankheit besser verstehen, ihrerseits Unterstützung bieten können und sich weniger Sorgen machen müssen.

Die Preisverleihung fand am 25. November im Rahmen der Connected Living ConnFerence in Berlin statt. Wenige Tage zuvor war lumind bereits für den Future Award nominiert worden, der im Rahmen der Future Convention in Frankfurt vergeben wird.

REHACARE.de; Quelle: Hochschule Mainz

Mehr über die Hochschule Mainz unter: www.hs-mainz.de
Mehr über lumind unter: www.lumind.de