Bildung: Neues Projekt "Mathe inklusiv mit PIK AS"

17.06.2015
Foto: Kinderhände schreiben Zahlen auf Papier

Bei PIK AS steht künftig ein inklusiver Matheunterricht im Vordergrund; © PIK AS/TU Dortmund

Seit Anfang Mai wird PIK AS, ein Konzept zum Mathematikunterricht in der Grundschule, auf das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung ausgeweitet. Das Ministerium für Schule und Weiterbildung Nordrhein-Westfalen (NRW) finanziert das neue Projekt "Mathe inklusiv mit PIK AS" für eine Laufzeit von drei Jahren.

Prof. Christoph Selter, Vorstandsmitglied des Deutschen Zentrums für Lehrerbildung Mathematik (DZLM), wird das Projekt zusammen mit Prof. Marcus Nührenbörger, Prof. Franz Wember und Dr. Axel Schulz (alle TU Dortmund) leiten. Unter dem DZLM-Dach kooperieren im Projekt PIK AS die Universitäten Dortmund und Münster, das Schulministerium NRW sowie die Deutsche Telekom Stiftung.

Projektleiter Prof. Christoph Selter sagt zur Erweiterung des Konzepts auf den Bereich Inklusion: "PIK AS hat schon immer den Umgang mit zunehmender Heterogenität der Schüler und das Lernen auf verschiedenen Niveaustufen zum Thema gemacht. Wir freuen uns, dass wir für den wichtigen Bereich des inklusiven Mathematikunterrichts, vor allem mit zieldifferent unterrichteten Schülern, die bisher erarbeiteten Konzeptionen und Materialienweiterentwickeln können."

Ziel von "Mathe inklusiv mit PIK AS" ist es, Lehrpersonen mit umfassenden Angeboten beim individuellen Fördern von Schülern zu unterstützen, die einen besonderen Förderbedarf haben und präventiv oder dauerhaft sonderpädagogisch unterstützt werden müssen. "Mathe inklusiv mit PIK AS" soll dazu beitragen, dass Lehrerkollegien einer Schule zusammenarbeiten, neue pädagogische Konzepte erproben sowie reflektieren und diese dabei kontinuierlich weiterentwickeln.

Das Mutterprojekt PIK AS zum Mathematikunterricht in der Grundschule startete 2009 zunächst in Nordrhein-Westfalen und wird seitdem von der Deutsche Telekom Stiftung gefördert. 2014 konnte es erfolgreich auch in Thüringen, Hamburg und dem Saarland eingeführt werden. Die im Rahmen des Projekts entwickelten Materialien und Fortbildungen unterstützen Lehrpersonen dabei, Grundschulkinder im Matheunterricht zu selbstständigem Denken, Erforschen und Entdecken anzuregen. Im vergangenen Jahr kamen rund 600 Lehrkräfte aus Grund- und Förderschulen ins Audimax der TU Dortmund, um sich über Neuerungen im Mathematikunterricht fortzubilden und sich über Materialien des Projekts auszutauschen.

REHACARE.de; Quelle: Technische Universität Dortmund

Mehr über die Technische Universität Dortmund unter: www.pikas.dzlm.de