30/08/2012

GIP Gesellschaft für medizinische Intensivpflege mbH

Boys'Day 2012: Leipziger Intensivpflegepatienten öffneten Türen für den Nachwuchs

GIP beteiligte sich am Boys'Day 2012
Unter dem Motto „Mehr Männer in die Pflege" bot die GIP Gesellschaft für medizinische Intensivpflege mbH auch am diesjährigen Boys'Day Jungen die Möglichkeit, das Berufsfeld von examinierten Pflegekräften näher kennenzulernen. In Leipzig öffneten am 26. April zwei Klienten des Intensivpflegedienstes und deren Pflegeteams zwei interessierten Jungen für einen Tag ihre Türen, um ihnen einen ganz privaten Einblick in ihren Alltag zu geben.

Die am Boys'Day teilnehmenden Fünftklässler Julian und Leon waren gleichermaßen beeindruckt. "Wir hatten uns das ganz anders vorgestellt. Eher wie im Krankenhaus", meinten beide Jungen einstimmig bei einem gemeinsamen Mittagessen mit ihren intensivpflegebedürftigen Praktikumspartnern Jan und Dirk. "Aber der Jan, hat ja eine schöne, ganz normale Wohnung", fügte Julian schnell hinzu.

Beide Jungen hatten den Tag damit begonnen, ihren Patienten und seine individuelle Geschichte in dessen häuslicher Umgebung kennenzulernen. Jan, 28 Jahre alt, sitzt seit einem Badeunfall im Rollstuhl und ist tracheotomiert. Dirk, ebenfalls 28 Jahre alt, leidet an einer angeborenen Muskeldystrophie. Er benötigt aufgrund seiner starken körperlichen Einschränkungen einen Elektrorollstuhl und ist auf eine nicht-invasive Beatmung angewiesen.

Auf die Frage, was die Jungen an diesem Tag besonders beeindruckt hat, meinte der 11-jährige Leon: „Dass der Dirk, das alles so locker sieht und trotzdem fröhlich ist." Julian hingegen berichtete von der Tracheostomaversorgung seines Patienten Jan durch die diensthabende GIP-Mitarbeiterin.

Nach dem Kennenlernen in den eigenen vier Wänden ihrer Patienten am Vormittag, trafen sich beide Boys'Day-Teilnehmer zum Mittagessen auf der Terrasse eines Restaurants nahe dem Leipziger Zoo. Die GIP-Klienten Jan und Dirk hatten sich hier gemeinsam mit ihren Pflegeteams verabredet, um den beiden Jungen auch einen Austausch untereinander zu ermöglichen. Im Anschluss an das Essen ging es zu einem gemeinsamen Spaziergang in den Park.

Ob einer der beiden Boys'Day-Teilnehmer später einen Pflegeberuf erlernen wird, steht in den Sternen. „In jedem Fall haben die Jungen gelernt, Berührungsängste und Unsicherheiten gegenüber behinderten Menschen abzubauen“, meinte eine GIP-Mitarbeiterin. Denn bereits nach kurzer Zeit gingen alle ungezwungen miteinander um. Wer weiß, vielleicht werden daraus ja irgendwann einmal ziemlich beste Freunde.

Am Boys'Day - Jungen-Zukunftstag 2012 engagierten sich in diesem Jahr so viele Einrichtungen und Unternehmen wie noch nie zuvor. Laut der bundesweiten Koordinierungsstelle Boys'Day wurden den männlichen Berufstätigen von Morgen rund 4700 Veranstaltungen zur Berufs- und Lebensplanung geboten und insgesamt rund 33500 Berufsorientierungsplätze geschaffen. Wichtigstes Kriterium der Orientierungsangebote für Jungen der Klassen 5 bis 10 waren Berufe oder Studiengänge, in denen aktuell maximal 40 Prozent Männer eine Ausbildung machen oder ein Studium absolvieren. Unter den TOP 30 der typischen Boys'Day-Ausbildungsberufe waren, wie bereits im vergangenen Jahr, die Berufsbilder des examinierten Altenpflegers sowie Krankenpflegers mit einem Männeranteil von nur rund 20% weit oben zu finden.