DBS vom Ausschluss Rehms enttäuscht

31.07.2014

Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), und Vizepräsident Leistungssport, Karl Quade, zeigten sich am Mittwoch in Köln enttäuscht über den Entschluss des DLV, Markus Rehm nicht in das Europa-Team aufzunehmen.

"Die Entscheidung des Deutschen Leichtathletik-Verbands (DLV), den Deutschen Meister im Weitsprung, Markus Rehm, von der Teilnahme an den Europameisterschaften auszuschließen, ist enttäuschend. Es wäre normal und üblich gewesen, dass der Deutsche Meister der deutschen Mannschaft angehört." Mit diesen Worten kommentierten Friedhelm Julius Beucher und Karl Quade nun den Entschluss des DLV, Markus Rehm nicht in das Europa-Team aufzunehmen.

Die Leichtathletik-Europameisterschaften finden vom 12. bis 17. August in Zürich statt. "Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) empfindet die Nichtnominierung Rehms als Rückschritt bei den Bemühungen, eine Gleichstellung nichtbehinderter und behinderter Sportler und Sportlerinnen anzustreben", heißt es in der Stellungnahme des DBS.

Die laufenden biomechanischen Untersuchungen der Sprünge des mit einer Karbon-Prothese antretenden Rehm seien längst nicht abgeschlossen. Die Nichtberücksichtigung Rehms mit vorläufigen Zweifeln zu begründen, sei nicht stichhaltig.

"Es ist nicht einzusehen, dass Markus Rehms Hochleistung einen deutschen Meistertitel bringt, der in Europa nichts wert ist. Sein 8,24-Meter-Spung war kein Zufallsergebnis günstiger Umstände, sondern der Lohn für jahrelangen Trainingsfleiß unter erschwerten Bedingungen."

REHACARE.de; Quelle: Deutscher Behindertensportverband
National Paralympic Committee Germany

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