Deutsches Team überzeugt bei Bogensport-EM in Frankreich

Den Titel im Teamwettkampf verteidigt, einen Quotenplatz für die Paralympischen Spiele in Rio de Janeiro herausgeschossen und zum Abschluss noch Bronze geholt – mit einer guten Bilanz ist das sechsköpfige deutsche Aufgebot von den Bogensport-Europameisterschaften im französischen Saint Jean de Monts zurückgekehrt.

13.04.2016

 
Foto: Mann im Rollstuhl beim Bogenschießen; Copyright: DBS/K. Müller

Maik Szarszewski belegte den dritten Platz bei der Bogenschießen-EM in Frankreich; © DBS/K. Müller

Besonders das Compound-Team der Damen machte wieder auf sich aufmerksam und sicherte sich mit 20 Ringen Vorsprung die Goldmedaille vor dem Dauerrivalen Russland. Dabei zeigten Vanessa Bui (23, Bogensport Fürstenfeldbrück/Bayern), Karina Granitza (30, CfB Soest/NRW) und Lucia Kupczyk (53, BS Laichinger Alb/Baden-Württemberg) starke Leistungen und schafften an der französischen Atlantikküste souverän die Titelverteidigung.

Ebenfalls souverän schoss Maik Szarszewski (43, SC Vöhringen/Bayern) im Kampf um Platz drei mit dem Recurve-Bogen. Er ließ seinem polnischen Kontrahenten keine Chance und schnappte sich Bronze. Allerdings ging es bei der EM diesmal nicht nur um Medaillen, sondern zudem um Tickets für die Paralympics. Und auch beim Quotenplatzturnier im Rahmen der Europameisterschaften zeigten die deutschen Damen in der Compound-Klasse ihr Können: Im rein deutschen Finale standen sich Vanessa Bui und Lucia Kupczyk gegenüber, so dass das insgesamt dritte Rio-Ticket (zwei hatte es bei der WM 2015 gegeben) bereits sicher war. In einem spannenden Duell setzte sich Kupczyk mit 141 zu 137 Ringen durch und holte damit den Quotenplatz für die Paralympics, wohlgemerkt als "Slot" für die Nation.

"Die sportliche Bilanz ist aus deutscher Sicht sehr erfreulich. Unsere beiden Ziele, die Titelverteidigung bei den Damen und einen zusätzlichen Quotenplatz für Rio, haben wir erreichen können. Trotz des frühen Termins und schwieriger Witterungsbedingungen mit kühlen Temperaturen haben wir richtig gute Leistungen gezeigt", freute sich Teammanager Matthias Meudt. Der nächste Halt auf dem Weg nach Rio ist Anfang Juni im tschechischen Nove Mesto. Dort gibt es die letzte Chance auf einen Quotenplatz für die Paralympics – ehe die deutschen Bogensportlerinnen und Bogensportler auf der anderen Seite des Atlantiks in Rio angreifen wollen. Dann hoffentlich bei wärmeren Temperaturen als in Frankreich.

REHACARE.de; Quelle: Deutscher Behindertensportverband e.V. – National Paralympic Committee Germany

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