EU-Projekt für barrierefreie Badezimmer

05/10/2015
Foto: Rollstuhlfahrer im Bad beim Zähneputzen

Ein selbstbestimmtes Leben führen zu können, setzt voraus, dass unter anderem das Badezimmer barrierefrei ist (Symbolbild); © panthermedia.net/ Jenny Sturm

Im Rahmen der "Ausstellung Barrierefreies Wohnen und Leben" an der Frankfurt University of Applied Sciences (FRA-UAS) wurden vor Kurzem "Barrierefreie Badezimmerlösungen heute und morgen" präsentiert. Sowohl im Ausstellungsraum als auch im "Pressalit Care Mobil" auf dem Campus drehte sich alles um sicheren Halt beim Duschen und höhenverstellbare WCs.

"Die Hochschule möchte den Tag nutzen, um erste Zukunftsideen unseres EU- Projektes zu einer intelligenten Duschhilfe vorzustellen", betont Prof. Dr. Barbara Klein vom Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit. Im Rahmen des europäischen Projektes "ICT-Supported Bath Robots (I-SUPPORT)" soll eine intelligente Duschhilfe entwickelt werden, die es ermöglicht, sicher und unabhängig Zuhause und in stationären Pflegeeinrichtungen zu duschen.

Das Projekt startete im März 2015 und läuft über 36 Monate. Es wird von neun Partnern aus fünf verschiedenen Ländern bearbeitet und von der Europäischen Union mit rund 3,5 Millionen Euro finanziert. Um eine einfach bedienbare intelligente Duschhilfe zu entwickeln, wird eine Befragung mit verschiedenen Zielgruppen durchgeführt. Ziel dieser Befragung ist es, herauszufinden, wie geduscht wird und welche Probleme dabei auftreten können. Außerdem werden die Teilnehmer anhand erster Bilder und Materialien zu möglichen Lösungsansätzen um ihre Einschätzung gebeten. Die Durchführung der Befragung erfolgt durch Mitarbeiter der Frankfurt UAS; verantwortlich ist Barbara Klein.

Das "Pressalit Care Mobil", eine Art Show-Auto, zeigte beispielsweise einen höhen -und seitenverstellbareren Duschsitz, ein höhenverstellbares WC mit Aufstehhilfe sowie Griffe und Reling-Lösungen für sichere und komfortable Badnutzung.

Die Ausstellung "Barrierefreies Wohnen und Leben" kann jeden letzten Mittwoch im Monat von 14 bis 16 Uhr von der Öffentlichkeit besucht werden. Seit dem 30. September 2015 informiert sie auch über das Projekt I-SUPPORT.

Die Ausstellung an der FRA-UAS zeigt, welche Hilfsmittel Menschen im Alter oder mit Behinderung in deren Wohnung unterstützen können. Auf rund 150 Quadratmetern zeigt der Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit der Hochschule verschiedene Lösungen und Sicherheitskonzepte für ein selbstbestimmtes Leben im Alter und bei Behinderung. Die Ausstellung dient der Lehre der über 2.000 Studierenden am Fachbereich und steht den Schülern der Alten-, Gesundheits- und Krankenpflegefachschulen offen. Auch Interessierte, Betroffene, Angehörige und Selbsthilfegruppen haben die Möglichkeit, sich über barrierefreies Wohnen und Leben zu informieren und beraten zu lassen.

REHACARE.de; Quelle: Frankfurt University of Applied Sciences

Mehr über die Frankfurt University of Applied Sciences unter: www.frankfurt-university.de
Mehr zum Projekt I-SUPPORT unter: www.i-support-project.eu