14.08.2014

Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen e.V.

Ein starker Partner für sozial Schwache

Über 280.000 Menschen in NRW setzen auf den Sozialverband VdK / Rund neun Millionen Euro für Mitglieder erstritten


Von Andrea Temminghoff


(20.05.2014) Mit über 280.000 Mitgliedern verzeichnet der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen aktuell einen Zuspruch, der in der 65-jährigen Verbandsgeschichte seinesgleichen sucht. „Allein im vergangenen Jahr haben sich uns mehr als 16.500 neue Mitglieder angeschlossen. Das entspricht einem Zuwachs von rund sechs Prozent und bestätigt den positiven Trend der letzten Jahre“, erläuterte der Vorsitzende Karl-Heinz Fries heute bei einem Pressegespräch in Düsseldorf.


Im Vorfeld des Kleinen Landesverbandstags des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen, zu dem am 24. Mai über 100 Delegierte aus den zugehörigen 43 Kreisverbänden in Höxter zusammenkommen werden, führte Fries weiter aus: „Angesichts der sozialen Probleme in unserem Bundesland benötigen offenbar immer mehr Menschen Unterstützung. Als größte Interessenvertretung von älteren Menschen, chronisch Kranken und Menschen mit Behinderung helfen wir unseren Mitgliedern ganz konkret dabei, ihre Rechte gegenüber Behörden und Sozialversicherungsträgern durchzusetzen."


Für sie erstritten VdK-Experten im Jahr 2013 landesweit 8.926.444,74 Euro an einmaligen und 485.221,05 Euro an monatlichen Zahlungen ─ Geld, das im Einzelfall dringend benötigt wird und Existenzen sichert. "Wir machen in unserer Beratungspraxis die Erfahrung, dass Anträge auf Renten, eine Pflegestufe oder die Anerkennung einer Schwerbehinderung gerade in Zeiten knapper öffentlicher Kassen häufig erst einmal abgelehnt werden", so der Vorsitzende des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen. Dessen Rechtsabteilungen vertraten demnach allein im vergangenen Jahr 4.986 Fälle und somit rund jedes 17. Verfahren, das bei den Sozialgerichten in NRW eingegangen ist. Im Bereich der Rentenversicherung und des Schwerbehindertenrechts kam 2013 sogar rund jedes siebte Verfahren von VdK-Mitgliedern.


"Als starke Lobby für all jene, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, werden wir uns auch weiterhin mit voller Kraft für soziale Sicherheit und Gerechtigkeit in unserem Bundesland einsetzen. Eine besondere Rolle spielt dabei die Zukunft der öffentlichen Daseinsvorsorge, die Land, Städte und Gemeinden schon heute vor große Herausforderungen stellt", machte Karl-Heinz Fries anlässlich der bevorstehenden Kommunalwahl deutlich. "Beispielsweise wirkt sich der demografische Wandel auf den sozialen Zusammenhalt, die städtebauliche Entwicklung, die gesundheitliche Versorgung sowie den Wohnungsmarkt aus und erfordert von den Verantwortlichen vor Ort ein neues politisches und verwaltungsbezogenes Handeln."


So ist aktuell bereits jeder Fünfte der insgesamt 17,55 Millionen Einwohner Nordrhein-Westfalens mindestens 65 Jahre alt. Bis 2030 werden dieser Altersgruppe Prognosen zufolge sogar 4,5 Millionen Menschen angehören. "Damit hierzulande jeder Mensch in jeder Lebenslage und in jedem Lebensalter selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilhaben kann, müssen die Kommunen insbesondere seniorengerechten und bezahlbaren Wohnraum schaffen, die gesundheitliche Grundversorgung sicherstellen und qualitativ hochwertige Pflegeangebote vorhalten", forderte der Vorsitzende des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen.


Eine wesentliche Voraussetzung hierfür ist die Erarbeitung von Demografieberichten, die derzeit aber nur in einzelnen Regionen vorliegen. "Um die Anforderungen heute und in Zukunft angemessen bewältigen zu können, benötigen wir mehr als einen Flickenteppich. Hier sehen wir in erster Linie die Städte und Gemeinden selbst in der Pflicht", sagte Karl-Heinz Fries. "Darüber hinaus ist aber auch eine stärkere konzeptionelle Hilfestellung durch die Landesregierung notwendig. Nicht zuletzt muss angesichts der stetig steigenden Kosten für die kommunale Daseinsvorsorge einerseits und der knappen Kassenlage vieler Kommunen andererseits ein Ausgleich zwischen Bund, Land, Städten und Gemeinden stattfinden", so der Vorsitzende des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen.