Hessische Koordinationsstelle "Inklusive Hochschulen" an der Uni Kassel

09.09.2015
Foto: Andrea Herfert

Andrea Herfert leitet seit Januar 2015 die Koordinierungsstelle an der Universität Kassel; © Sonja Rode

Die Universität Kassel hat die Koordinationsstelle für das Modellprojekt "Inklusive Hochschulen in Hessen" übernommen. Ziel des Projekts sind bessere Bedingungen für Studierende mit Behinderung und chronischen Erkrankungen.

Die Koordinationsstelle ist mit Andrea Herfert (35) besetzt, die ihre Arbeit im Januar 2015 aufgenommen hat. Das Projekt ist zunächst auf fünf Jahre angelegt. Hintergrund ist der Aktionsplan der Hessischen Landesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Teil des Aktionsplans ist das Modellprojekt "Inklusive Hochschulen in Hessen", das in Abstimmung mit der Konferenz Hessischer Universitätspräsidien und der Konferenz hessischer Fachhochschulpräsidien konzipiert wurde.

Die Koordinationsstelle in Kassel hat dabei die Aufgabe, die Expertise der Beauftragten für behinderte und chronisch kranke Studierenden an den hessischen Hochschulen zu bündeln. Darüber hinaus sammelt die Koordinationsstelle Praxisbeispiele, ermittelt, wo Handlungsbedarf besteht, und empfiehlt ergänzende Projekte. Zum anderen organisiert die Koordinationsstelle die Netzwerktreffen der Beauftragten. "Unser Ziel ist es, bestehende Aktivitäten und Standards zu verallgemeinern und weiterzuentwickeln und Beeinträchtigungen im Studium zu vermeiden oder zu verringern, etwa durch größere Barrierefreiheit", erläutert Andrea Herfert.

"Es freut mich, dass die Universität Kassel mit der Koordinierungsstelle eine tragende Rolle bei diesem Projekt übernimmt", sagte Vizepräsident Prof. Dr. Andreas Hänlein. "Frau Herfert hat eine zentrale Aufgabe, weil sie die Erfahrungen und Bedarfe von Akteuren aus ganz unterschiedlichen Bereichen und von unterschiedlichen Hochschulen zusammenbringt."

Neben den Beauftragten für Studierende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen gehören Studierendenvertretungen, Studentenwerke sowie Interessenverbände (zum Beispiel die Bundesarbeitsgemeinschaft hörbehinderter Studenten und Absolventen) zum Netzwerk.

Vor wenigen Wochen hat sich zudem der Wissenschaftliche Beirat des Modellprojekts konstituiert. Den Vorsitz hat Prof. Dr. Felix Welti, der an der Universität Kassel eine Professur für Sozial- und Gesundheitsrecht, Recht der Rehabilitation und Behinderung hat.

Weitere Mitglieder sind: Prof. Dr. Patrizia Tolle (HS Frankfurt), Dipl. Ing. Sabine Hopp (TU Darmstadt), Prof. Dr. Eckhard Rohrmann (Uni Marburg), Prof. Dr. Carola Bauschke-Urban (HS Fulda), Prof. Dr. Susanne Dern, (HS Fulda), Prof. Dr. Reinhilde Stöppler (Uni Gießen), Dipl. Phys. Martin Jung (TH Mittelhessen).

Der Beirat unterstützt das Netzwerk mit wissenschaftlicher Beratung, initiiert die Begleitforschung und vernetzt die beteiligten Hochschulen forschungsorientiert.

Für die Jahre 2016 bis 2019 ist eine Veranstaltungsreihe "Inklusive Hochschulen in Hessen – Erkenntnisse, Voraussetzungen, Konzepte" mit vier Fachtagungen geplant.

REHACARE.de; Quelle: Universität Kassel

Mehr über die Universität Kassel unter: www.uni-kassel.de