Initiative RheumaPreis prämiert Lösungen für ein Berufsleben mit Rheuma

14.01.2015
Foto: Preisträgerinnen des RheumaPreises 2014

2014 bekamen Rosemarie Dziurdz, Lena Freudenmann und Dr. Ilga Opterbeck (v.l.n.r.) den RheumaPreis; © RheumaPreis/Anja Weber

Auch in 2015 zeichnet die Initiative RheumaPreis wieder Arbeitnehmer und ihre Arbeitgeber aus, die gemeinsam Lösungen für eine Berufstätigkeit mit Rheuma gefunden haben. Ab sofort können Bewerbungen eingereicht werden.

Neben Angestellten mit Rheuma und ihren Arbeitgebern sind auch Selbstständige, Auszubildende und Studenten zur Bewerbung eingeladen. Die Preisträger erhalten ein Preisgeld von 3.000 Euro, ihre Arbeitgeber werden mit einer Auszeichnung für besonderes Engagement für Arbeitnehmer mit Rheuma geehrt. Einsendeschluss ist der 30. Juni 2015.

"Wir wollen mit diesem Preis vor allem anderen Menschen Mut machen", erklärt Ludwig Hammel von der Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew (DVMB) das Ziel der Initiative RheumaPreis. Die DVMB ist eine von insgesamt 13 Organisationen, die sich im Rahmen der Initiative gemeinsam für bessere berufliche Chancen von Menschen mit Rheuma engagieren. "Arbeitnehmern mit Rheuma möchten wir Mut machen, sich den Herausforderungen der Arbeitswelt zu stellen. Und den Arbeitgebern möchten wir zeigen, welchen großen Gewinn die Beschäftigung von engagierten Menschen mit Rheuma für ihr Unternehmen mit sich bringen kann", so Hammel weiter.

Dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam Chancen zur beruflichen Einbindung von Menschen mit chronischen Erkrankungen in das Berufsleben nutzen, wird immer wichtiger für die Zukunftsfähigkeit der Wirtschaft, aber auch der Gesellschaft insgesamt. Aufgrund der demografischen Veränderungen und des damit verbundenen Fachkräftemangels werden nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) bis 2025 bis zu sechs Millionen Arbeitskräfte in Deutschland fehlen. Jeder siebte Arbeitsplatz droht damit unbesetzt zu bleiben. Laut DIHK ist der Fachkräftemangel daher inzwischen das größte Zukunftsproblem für die Wirtschaft (Wirtschaftswoche, 6.6.2014).

"Unternehmen werden in Zukunft gar nicht mehr darum herumkommen, kreative individuelle Lösungen zu entwickeln, um chronisch erkrankte Menschen mit ihrem wertvollen Know-how im Unternehmen zu halten. Ihr wirtschaftlicher Erfolg und ihre Wettbewerbsfähigkeit werden auch davon abhängen, wie gut die berufliche Einbindung dieser Arbeitnehmer gelingt", sagt Alexander Würfel, Geschäftsführer des BioPharma-Unternehmens AbbVie, das als Partner der Initiative RheumaPreis das Preisgeld sponsert. "Ihnen möchten wir mit dem RheumaPreis Inspiration zu Veränderungen vermitteln, die sie im eigenen Betrieb umsetzen können".

Wer mit Rheuma berufstätig ist und dazu beitragen will, dass positive Beispiele Schule machen und dass sich ein offener Umgang mit Rheuma in der Arbeitswelt durchsetzt, kann sich bis zum 30. Juni um den RheumaPreis bewerben. Die RheumaPreis-Träger des Jahres 2015 werden von einer unabhängigen Jury ausgewählt und im Herbst auf einer feierlichen Preisverleihung in Berlin bekannt gegeben. Bewerbungsunterlagen und -modalitäten gibt es auf der Homepage.

REHACARE.de; Quelle: Organisationsbüro RheumaPreis

Mehr über den deutschen RheumaPreis unter: www.rheumapreis.de