Inklusion trifft Museum: "Neue Perspektiven gewinnen!" startet in die zweite Runde

21/10/2015
Foto: Gehörloser junger Mann vor einer Tafel

Herr Marx, ein gehörloser Moderator, bei der Auftaktveranstaltung des Projektes in der Heinrich-Böll-Stiftung; © Rimus

Der produktive Austausch zwischen Museumsmitarbeitern und Menschen mit Behinderung zum Thema Inklusion in Museen geht weiter. Fast zeitgleich zur Langen Nacht der Museen startet die Herbstsaison bei den Perspektiven mit einem Rezeptionsrundgang der Gesellschaft für teilhabeorientiertes Qualitätsmanagement in der Ausstellung "Frauensache" im Schloss Charlottenburg.

Insgesamt sind bis Ende des Jahres 14 zum Teil mehrtägige Workshops geplant. Prominente Themen sind die multisensoriale Arbeit mit heterogenen Gruppen von Kindern und Jugendlichen, die Arbeit mit Leichter Sprache oder die Vereinbarkeit von Barrierefreiheit und Denkmalsschutz. Künstlerische Möglichkeiten der Vermittlungsarbeit stehen im Vordergrund, wenn Schauspieler des Theater Ramba Zamba mit Musik, Tanz und natürlich Theater das Jagdschloss Grunewald erkunden.

Neben Museen mit unterschiedlichen Schwerpunkten wie etwa den Staatlichen Museen, dem Haus am Waldsee, dem MachMIT! Museum für Kinder oder der Berlinischen Galerie wird der Träger FÖRDERBAND e.V. auch bei der Realisierung der zweiten Workshopserie durch Selbsthilfeorganisationen wie die Lebenshilfe gGmbH oder dem ABSV e.V. unterstützt.

Elf Workshops haben seit Beginn des Projekts im April 2015 für einhelliges Interesse bei den Museumsmitarbeitern gesorgt: Menschen mit Lernschwierigkeiten haben Workshops im Deutschen Technikmuseum und der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg geleitet, blinde und sehbehinderte Experten haben zusammen mit Restauratoren und Pädagogen im Deutschen Historischen Museum an den Grundlinien einer Taststation gearbeitet und gehörlose Moderatoren erste Wörter in Deutscher Gebärdensprache vermittelt. Alle Workshops werden fortlaufend auf der Website www.neue-perspektiven-gewinnen.de. dokumentiert.

Beteiligte Kulturpartner und Selbsthilfeinstitutionen sind:
- der Regierende Bürgermeister von Berlin Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten
- Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
- Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
- Berlinische Galerie - Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur
- Stiftung Deutsches Historisches Museum
- Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin
- Stiftung Stadtmuseum Berlin
- Haus am Waldsee - Internationale Kunst in Berlin
- MACHmit! - museum für kinder
- Kulturprojekte Berlin GmbH – Museumsdienst Berlin
- Theater Ramba Zamba Berlin
- Lebenshilfe Berlin
- Allgemeiner Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin gegr. 1874 e. V.
- Förderverein der Gehörlosen der neuen Bundesländer e.V.
- Zentrum für Kultur und visuelle Kommunikation der Gehörlosen Berlin/Brandenburg e.V.

Der Projektträger FÖRDERBAND e.V. – Kulturinitiative Berlin ist ein Zusammenschluss von Freunden und Förderern der Kunst, Kultur und der kulturellen Bildung. Ziele des Vereins sind die Initiierung, Förderung, Vernetzung und Umsetzung künstlerischer, kultureller und sozialer Vorhaben und Ideen. Der Verein entwickelt und betreibt Kulturstandorte, übernimmt die Trägerschaft für Kulturprojekte, unterstützt Ideen, Initiativen und Projekte, fördert kulturelle Bildungs- und Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche und die kulturelle Teilhabe von Menschen mit Behinderung und sozialen Schwierigkeiten.

REHACARE.de; Quelle: Förderband e. V. Kulturinitiative Berlin

Mehr über Förderband e. V. Kulturinitiative Berlin unter: www.foerderband.org