Inklusiv lernen und inklusiv leben - das Hamburger InklusionsCamp

10.06.2015
Grafik: Flamme mit vielen bunten Punkten drin

Das InklusionsCamp in Hamburg findet am 25. und 26. September statt; © InklusionsCamp

Wie kann Inklusion in der Praxis gelingen? Dieser Frage stellt sich das InklusionsCamp, das am 25. und 26. September 2015 in Hamburg stattfinden wird. Das BarCamp-Format garantiert eine Mit-Mach-Konferenz für alle.

Inklusion ist viel mehr als Integration, so viel hat sich inzwischen herumgesprochen. Inklusion respektiert die Vielfalt von Menschen und wendet sich gegen alle Arten der Ausgrenzung, seien sie aufgrund körperlicher oder geistiger Eigenschaften, örtlicher oder ethnischer Abstammung, Alter oder Geschlecht.

Soweit die Theorie. Nun steht unsere Gesellschaft vor der Aufgabe, die Ideen vom inklusiven Lernen und vom inklusiven Leben in die Praxis umzusetzen und weiterzuentwickeln. Wie das geht? Das weiß keiner so ganz und jeder ein Stück weit. Es gibt keine Patentrezepte, aber Vorbilder, Konzepte und vor allem schon heute: jede Menge Erfahrungen aus der Praxis.

Das InklusionsCamp will Menschen zusammenbringen, die sich mit Inklusion beschäftigen, um voneinander zu lernen und miteinander zu lernen. Die ideale Form dafür ist das Bar-Camp, also eine (Un-)Konferenz, bei der jede_r eigene Themen einbringen kann und der Erfahrungsaustausch im Vordergrund steht.

Niemand braucht besondere Vorkenntnisse. Alle, die am Thema interessiert sind, sind herzlich willkommen. Nicht jede_r muss einen Vortrag im Gepäck haben – es reicht, wenn man mit einer Frage kommt.

Wer kann am InklusionsCamp teilnehmen? Alle, die inklusives Lernen und inklusives Leben gestalten wollen. Nicht nur Lehrkräfte und anderen Pädagogen aus der Schule. Nicht nur Mitarbeiter in pädagogischen und sozialen Einrichtungen. Nicht nur Schüler, Studierende und Wissenschaftler. Nicht nur politisch und zivilgesellschaftlich engagierte Menschen. Die Herausforderungen der Inklusion betreffen alle, und keine Gruppe kann sie für sich alleine lösen. Beim InklusionsCamp wird es Workshops für alle geben, gruppenspezifisch und bereichsübergreifend. Es werden etwa 120 bis 150 Personen erwartet.

Ein BarCamp ist ein Veranstaltungsformat, das auch "Un-Konferenz" oder "Mit-Mach-Konferenz" genannt wird, weil Programm und Referenten nicht vorab feststehen. Alle, die ein Thema vorstellen oder diskutieren möchten, können dies im Rahmen eigener Workshops tun. Dafür gibt es ausreichend Zeiten und Räume, so dass viele Programmpunkte parallel stattfinden können. Wie bei einem "normalen" Workshop-Programm können sich alle Teilnehmenden vor Ort entscheiden, an welchen Workshops sie teilnehmen.

Zu Beginn des BarCamps gibt es eine Einführung in das Vorgehen, anschließend können alle Interessierten eigene Programmpunkte vorstellen. Diese werden dann in einen Zeit- und Raumplan eingetragen. Ausgangspunkt kann ein Input, eine Frage oder ein Diskussionsbedarf sein – ganz am Interesse der Teilnehmenden orientiert. Bei Interesse kann schon vorab etwas vorbereitet und ein Thema "mitgebracht" werden – Vorschläge können aber auch spontan vor Ort eingebracht werden.

Ein BarCamp hat übrigens weder etwas mit einer "Bar" noch einem "Camp" zu tun. Für Essen und Trinken vor Ort wird gesorgt – aber um die Übernachtung müssen sich die Teilnehmer selbst kümmern.

Veranstaltungsort ist die Stadtteilschule Bergedorf, Ladenbeker Weg 13, 21033 Hamburg. Anmeldeschluss ist der 07.09.2015. Es fällt eine Teilnahmegebühr von 35 Euro an, die unter Umständen aber erlassen werden kann.

REHACARE.de; Quelle: InklusionsCamp

Mehr über das InklusionsCamp unter: www.inklusionscamp.de