Inklusives Projekt beim diesjährigen Köln-Marathon

11.07.2016

Am 2. Oktober 2016 feiert der Köln-Marathon sein 20-jähriges Bestehen. An den Start werden dort auch mehrere inklusive Staffeln gehen, bestehend aus Sportlern mit und ohne Behinderung. Anfang Juli fand nun die Auftaktveranstaltung des Projekts "R(h)ein Inklusiv" an der Deutschen Sporthochschule Köln statt.
Foto: Blinder junger Sportler mit seinem Guide beim Laufen; Copyright: Deutsche Sporthochschule Köln

Der während seines Studiums erblindete Marcel Wienands (li.) mit seinem Guide Gregor Doepke, Leiter Kommunikation und Pressesprecher der DGUV; © Deutsche Sporthochschule Köln

Ziel von "R(h)ein Inklusiv" ist, dass Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam die 42,195 Kilometer des Marathons absolvieren. Hierzu zählen nicht nur Studentinnen und Studenten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen Sporthochschule Köln, sondern auch prominente paralympische Spitzensportlerinnen und -sportler.

Beim Kennenlernevent am vergangenen Freitag auf dem Campus der Sporthochschule testete etwa die querschnittsgelähmte Schwimmerin Kirsten Bruhn ein für sie noch unbekanntes Sportgerät: Mit dem Handbike soll sie im Oktober die erste Teilstrecke der Marathonstaffel absolvieren. Im NetCologne-Stadion konnte sie sich mit Unterstützung ihrer Staffelkollegen mit dem fahrbaren Untersatz vertraut machen und ein paar Runden drehen. Auch die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung Verena Bentele und Radsportler Hans Peter Durst wirken bei dem Projekt mit, welches von Prof. Dr. Thomas Abel, Professor für Paralympischen Sport an der Sporthochschule, und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) gemeinsam realisiert wird.

Die Idee hinter dem Projekt "R(h)ein Inklusiv" ist es, das Thema Inklusion in einem sportlich-emotionalen Umfeld erlebbar zu machen und mehr Menschen für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren. Gleichzeitig soll das Projekt zeigen, dass Behinderung Höchstleistung in keinster Weise ausschließt. So transportieren etwa die beiden Sportstudenten Marcel Wienands und Veit Schopper die für Professor Abel wichtige Botschaft, dass man auch mit einer Behinderung an der Deutschen Sporthochschule Köln studieren kann. Gekleidet in den eigens entworfenen Veranstaltungsshirts absolvierten sie mit ihren Teamkollegen eine erste gemeinsame Trainingseinheit.

REHACARE.de; Quelle: Deutsche Sporthochschule Köln

Mehr über die Deutsche Sporthochschule Köln unter: www.dshs-koeln.de