12/09/2013

Mira Art GmbH Traumschwinger

Inkubatorschwinger

Frühgeborene sind ohne Unterstützung nicht lebensfähig. Sie erhalten ihre Nahrung über Sonden und Atemluft über einen winzigen Schlauch. In der Regel verbringen sie viele Wochen in der Klinik und erfahren nur wenig Körperkontakt. Diese Situation ist für Eltern und Kind eine im höchsten Maß belastende Situation. „

In der Zeit auf der Frühgeborenenstation entwickelt sich das Gehirn des Frühchens noch enorm. Um dem Neugeborenen ein besseres Gefühl für Gleichgewicht, Bewegung und Körperkontakt zu vermitteln, haben wir uns entschieden, den Inkubatorschwinger als Unterstützung im Aufbau der entwicklungsfördernden Pflege zu testen“, erläutert die leitende Stationsschwester Renate Jungjohann.

Die ruhigen kreis- oder spiralförmigen Bewegungen des Inkubatorschwingers, aufgehängt an einem zentralen Punkt, stärken das Körperempfinden. Die Frühchen können sich mit den Füßen abstützen und sich so selber fühlen. Das knotenfreie Netz, aus weicher, naturbelassener Baumwolle (Kontrolliert Biologisch Angebaut) schmiegt sich an den Körper an und wirkt druckentlastend. Das Liegen im Traumschwinger vermittelt ein Gefühl von Ruhe und Geborgenheit. Das Baby wärmt sich durch die schützende Liegehaltung und nimmt gleichzeitig ein wohliges Nestgefühl wahr.

Dass der Traumschwinger eine beruhigende Wirkung hat, bestätigt Schwester Renate: „Kinder genießen ausdauernd das sanfte Schwingen und können die einkehrende Ruhe gut annehmen. Kinder, die im Traumschwinger liegen, haben wir nie unruhig erlebt. Diesen Effekt genieße ich bei sehr unruhigen Frühchen besonders.“

Gleichzeitig wird die Entwicklung des eigenen Körpergefühls, der Wahrnehmungs- und Gleichgewichtssinne der Neugeborenen gefördert. Diese Wirkung hat sich bereits bei den Müttern herumgesprochen. Sie möchten, dass auch ihr Frühchen im Traumschwinger liegt.

Allerdings ist noch nicht jeder Inkubator der Station mit einer solchen winzigen Hängematte, die circa 100 Euro kostet, ausgestattet. Die Idee zum Inkubatorschwinger hatte übrigens Schwester Renate. Auf einer Reha-Messe entdeckte sie die Traumschwinger für Kinder und Erwachsene, die auch in der Therapie und Förderung eingesetzt werden. Rainer Kespohl, Geschäftsführer von Mira Art, war so begeistert, dass er direkt einen Prototypen mit seinem Team entwickelte.