Karneval: LVR-Initiative für Jecken mit Behinderung

10.02.2017

Auch in der fünften Jahreszeit hat sich der Landschaftsverband Rheinland (LVR) die Inklusion auf die Fahnen geschrieben. Zusammen mit dem Festkomitee Kölner Karneval und verschiedenen Karnevalsgesellschaften in Köln und im Rheinland ermöglicht er mit seiner Initiative "Karneval für alle" Menschen mit Behinderung das Feiern und Schunkeln.

Foto: Gebärdensprachdolmetscherin auf dem Alter Markt; Copyright: Geza Aschoff/LVR

Kölle Alaaf: Eine Gebärdensprachdolmetscherin auf dem Alter Markt ermöglichte bereits 2016 ein barrierefreies Karnevals-Erlebnis für Jecken mit Behinderung; © Geza Aschoff/LVR

Auf der Bühne der Miljö-Sitzung im Kristallsaal der Kölnmesse stehen am 11. Februar nicht nur die Bläck Fööss, Brings und die Paveier, sondern auch die vom LVR finanzierten Gebärdensprachdolmetscherinnen. Sie übersetzen das Bühnenprogramm inklusive der Karnevalslieder in die Deutsche Gebärdensprache. Die Veranstalter der Miljö-Sitzung, die Altstädter Köln, haben 16 kostenfreie Karten für Menschen mit Hörbehinderung zur Verfügung gestellt. (Die Eintrittskarten wurden bereits vergeben.)

Auch bei der Eröffnung des Kölner Straßenkarnevals am 23. Februar auf dem Alter Markt sind die vom LVR finanzierten Gebärdensprachdolmetscherinnen wieder dabei. Sie übersetzen das Bühnenprogramm. Karten für den Innenraum gibt es bei den Altstädtern Köln.

Menschen im Rollstuhl mit je einer Begleitperson bietet der LVR an den Schull- un Veedelszöch am Karnevalssonntag (26. Februar) und am Rosenmontagszug (27. Februar) kostenfreie Plätze auf der barrierefreien LVR-Tribüne am Heumarkt in Köln an. Die Tribüne, die es im dritten Jahr gibt, ist für 33 Menschen im Rollstuhl und ihre Begleitung ausgerichtet und erstmals überdacht.

Im zweiten Jahr finanziert der LVR eine sogenannte Audiodeskription für blinde und sehbehinderte Menschen am Veilchendienstagszug am 28. Februar in Mönchengladbach. Der LVR kooperiert dabei mit dem Mönchengladbacher Karnevalsverband. Beschrieben wird das Zuggeschehen am Geroplatz von einer Medienübersetzerin für barrierefreie Kommunikation. Bis zu 40 blinde und sehbehinderte Personen, die die akustische Beschreibung über drahtlose Geräte empfangen, können so von dem Angebot profitieren.

REHACARE.de; Quelle: Landschaftsverband Rheinland (LVR)

Mehr über den Landschaftsverband Rheinland (LVR) unter: www.lvr.de