MapMyDay: Weltweite Kampagne für mehr Bewusstsein von Barrieren im Alltag

25/11/2015
Foto: Rollstuhlfahrer vor einem Eingang mit Stufe

Rollstuhlgerecht oder nicht? Bei der Mitmach-Kampagne MapMyDay kann diese Information in einer Online-Karte eingetragen und allen Menschen weltweit zugänglich gemacht werden; © Andi Weiland | Sozialhelden e.V.

Für Menschen mit Rollstuhl, Gehhilfe oder Kinderwagen sind Treppenstufen das häufigste Hindernis, das die Bewegungsfreiheit im täglichen Leben einschränkt. Mit der Kampagne MapMyDay wollen der Berliner Verein Sozialhelden e.V. und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember 2015 für mehr Bewusstsein und Mobilität im Alltag sorgen.

Weltweit ruft die Kampagne MapMyDay dazu auf, auf Wheelmap.org, einer von den Sozialhelden entwickelten Online-Karte für rollstuhlgerechte Orte, öffentlich zugängliche Orte in ihrer Nachbarschaft einzutragen, die sie in ihrem Alltag besuchen.

Dabei richtet sich die Kampagne explizit nicht nur an Menschen mit Behinderung: "Barrieren betreffen viele Menschen: Ältere, Kinder, Familien. Wir wollen mit der Kampagne MapMyDay eine weltweite Bewegung starten, um diese Barrieren aufzuzeigen und im besten Fall zu beseitigen", erklärt Aktivist Raúl Krauthausen, der Erfinder von Wheelmap.org.

Als Vorbereitung auf die Aktionen können sich alle Interessierten, egal ob sie als Einzelperson, mit Freundeskreis oder Familie, ihrem Verein, ihrem Kollegium oder in anderen Organisationsformen teilnehmen möchten, auf der Webseite www.mapmyday.org informieren und Teil der Bewegung werden.

Alles, was man braucht, ist ein Internetzugang: "Es ist wirklich einfach: auf dem Smartphone oder dem Computer einloggen, den Ort auswählen, zwischen 'voll', 'teilweise' oder 'nicht rollstuhlgerecht' auswählen, fertig. Wir bieten eine unkomplizierte Mitmach-Kampagne für das Ziel einer zugänglicheren Welt an. Deswegen haben wir auch das Motto 'Be the Movement! Sei die Bewegung!' gewählt, weil jeder Mensch dazu beitragen kann, mehr Bewegung für Menschen mit Mobilitätseinschränkung zu schaffen", erklärt Krauthausen.

Ziel von MapMyDay ist es einerseits mehr Menschen Informationen über ihr Umfeld zukommen zu lassen: "Hat mein Lieblingscafé eigentlich eine Stufe am Eingang? Würde ich mit einem Rollstuhl problemlos in meinen Supermarkt um die Ecke kommen? Welche U-Bahn-Station in meiner Nähe hat eigentlich einen Aufzug? Die Antworten auf solche Fragen helfen allen weiter", so Krauthausen.

Andererseits soll die Kampagne allgemein das Bewusstsein für die Barrieren im Alltag von Menschen mit Mobilitätseinschränkung, Familien mit Kinderwagen oder Menschen mit Behinderung stärken.

REHACARE.de; Quelle: Sozialhelden e.V.

Mehr über den Sozialhelden e.V. unter: www.sozialhelden.de
Mehr über die Kampagne MapMyDay unter: www.mapmyday.org