Medienpreis BOBBY an Kai Pflaume und "Zeig mir Deine Welt" verliehen

08.10.2014
Foto: Kai Pflaume mit Menschen mit Trisomie 21

Mit "Zeig mir Deine Welt" hat Kai Pflaume Fernseh-Neuland beschritten und bekam dafür den Medienpreis BOBBY; © Bundesvereinigung Lebenshilfe, Bernd Lammel

Den Medienpreis BOBBY der Bundesvereinigung Lebenshilfe erhielt Anfang der Woche Kai Pflaume für den TV-Vierteiler "Zeig mir Deine Welt" in Berlin. Mit ihm ausgezeichnet wurden auch sechs junge Menschen mit Trisomie 21: Verena Glatter, Ronja Nobbe, Anna Ring, Ottavio Tavormina, Sebastian Urbanski und Tom Auweiler.

Mit seiner unterhaltsamen ARD-Reihe "Zeig mir Deine Welt" hat Kai Pflaume Fernseh-Neuland beschritten. "Lebensfreude in vier Teilen" nennt er die Mischung aus Magazin, Interview und Reportage, die im Juni 2013 ausgestrahlt wurde. Pflaume hat die jungen Leute getroffen, sie ein Stück in ihrem Alltag begleitet und mit ihnen geplaudert – über ihren Alltag, ihre Wünsche und Träume.

"Wir lernen sechs so unterschiedliche und faszinierende Persönlichkeiten kennen ... und genau dieser Blick auf Vielfalt als Reichtum, denke ich und denken wir von der Lebenshilfe, ist Ihr Verdienst", sagte Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Bundestagsvizepräsidentin, bei der Preisverleihung in der Parlamentarischen Gesellschaft, gleich neben dem Bundestag.

Zu attraktiver Sendezeit und im ersten Fernsehprogramm haben Pflaume und sein ARD-Team einem breiten Publikum gezeigt, wie ein oft glückliches Leben mit Behinderung aussehen kann. "Sie haben mit Ihrem Team Berührungsängste weggefegt und viele Vorurteile gleich mit", so Ulla Schmidt weiter.

"Wir sind froh, dass ganz viele Menschen an dem, was wir gemacht haben, Spaß hatten. Wie bunt das Leben auch mit Behinderung ist, das wollten wir zeigen", sagte Kai Pflaume in seinen Dankesworten. "Ich drücke der Lebenshilfe und ihrer wichtigen Arbeit die Daumen." Und Sebastian Urbanski, einer der Hauptakteure, ergänzte: "Wir wollten, dass die Zuschauer erfahren, wie unser Leben wirklich ist."

Mit dem BOBBY, benannt nach Bobby Brederlow, einem Schauspieler mit Trisomie 21, würdigt die Lebenshilfe seit 1999 vorbildliches Engagement für Menschen mit Behinderung, das geeignet ist, aufzuklären und Vorurteile abzubauen.

Der Lebenshilfe-Preis wurde inzwischen zum 15. Mal verliehen. Er ist nicht mit einem Preisgeld verbunden. Bisher wurden mit der Bobby Brederlow nachempfundenen Bronze-Skulptur unter anderen Günther Jauch, Alfred Biolek, Guildo Horn und der Tatort Münster ausgezeichnet. Unterstützt wurde der Medienpreis der Lebenshilfe auch in diesem Jahr von dem Versicherer im Raum der Kirchen: Bruderhilfe-Pax-Familienfürsorge.

REHACARE.de; Quelle: Bundesvereinigung Lebenshilfe

Mehr über die Bundesvereinigung Lebenshilfe unter: www.lebenshilfe.de