Pflegepersonal in Nordrhein-Westfalen qualifizieren und gewinnen

Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) führt im Auftrag des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen (MGEPA) die Landesberichterstattung Gesundheitsberufe NRW durch. Ziel ist unter anderem, den Fachkräftebedarf in den Pflege- und Gesundheitsfachberufen in Nordrhein-Westfalen (NRW) zu erfassen.

18.01.2016

 
Foto: Drei Pflegekräfte sitzen über den Fragebögen

Institut startet Befragung von Leitungskräften im Rahmen der Landesberichterstattung Gesundheitsberufe NRW 2015; © panthermedia.net/pasiphae

In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt der Studie neben der Personal- und Beschäftigungssituation auf der Erfassung der Auswirkungen des sogenannten Umlageverfahrens im Rahmen der Altenpflegeausbildung. Ein weiterer Aspekt ist die Analyse der Ausbildungs- und Beschäftigungssituation in der Physiotherapie, der Ergotherapie, der Hebammenkunde sowie der Logopädie.

Die Befragungen zur Landesberichterstattung Gesundheitsberufe NRW 2015 werden in zwei Wellen im Januar und Mai dieses Jahres durchgeführt.

Im ersten Teil der Befragung geht es um die Personalsituation in ambulanten Diensten, teil- und vollstationären Pflegeeinrichtungen sowie in den Krankenhäusern in NRW. Ebenfalls soll erhoben werden, wie aktuelle Entwicklungen im Gesundheitswesen von den Experten vor Ort beurteilt werden. Dazu werden ab Mitte Januar rund 5.500 Einrichtungen in NRW angeschrieben.

Der zweite Teil der Befragung widmet sich den Schulen und Ausbildungsstätten und erhebt die Berufsperspektiven der Pflege- und Gesundheitsfachberufe. Die zweite Welle der Befragung ist für den Mai 2016 geplant.

"Wir brauchen die Daten und Einschätzung der Praktiker vor Ort. Nur so können wir die notwendigen Kennzahlen für die Unternehmen und die Politik zusammenstellen", so Prof. Michael Isfort, Leiter der Studie.

Die Studie wird von zahlreichen Verbänden, unter anderem den Verbänden privater Einrichtungen (bpa, LfK), dem Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK), großen Wohlfahrtsverbänden, dem Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe e.V. (BLGS), der Krankenhausgesellschaft NRW und Interessensvertretungen (Pflegerat NRW) unterstützt. Der Bericht zur Landesberichterstattung soll vom MGEPA im Herbst 2016 veröffentlicht werden. Einrichtungen, die postalisch nicht erreicht wurden, können die Unterlagen direkt beim dip anfordern.

Das gemeinnützige Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. hat seit dem Jahr 2000 mehr als hundert Studien und Projekte u.a. für Ministerien, Einrichtungen und Träger sowie Verbände durchgeführt. Zum Angebot des dip gehört das gesamte Spektrum der Forschung, Entwicklung, Evaluation, Beratung, wissenschaftlichen Begleitung und Gutachtenerstellung im Pflege- und Gesundheitswesen. Es ist ein Institut an der Katholischen Hochschule NRW (KatHO NRW) in Köln und betreibt einen weiteren Standort an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) bei Koblenz.

REHACARE.de; Quelle: Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung e.V.

Mehr über das DIP unter: www.dip.de