30.08.2013

Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen e.V.

Psychische Erkrankungen als Armutsrisiko

VdK NRW fordert Verbesserungen bei Reha-Angeboten und Erwerbsminderungsrenten


Immer mehr Menschen leiden unter psychischen Erkrankungen. Sie sind laut Aussagen der Deutschen Rentenversicherung mit 41,1 Prozent die Hauptdiagnose bei den Rentenzugängen wegen geminderter Erwerbsfähigkeit. Horst Vöge, stellvertretender Vorsitzender des Sozialverbandes VdK Nordrhein-Westfalen, erklärt dazu: "Die gesundheitsbedingte Unfähigkeit, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, ist mit einem hohen Armutsrisiko verbunden."


Allein in Nordrhein-Westfalen bezogen im Jahr 2011 mehr als 330.000 Menschen eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit (deutschlandweit über 1,6 Millionen). Die durchschnittliche Rente wegen Erwerbsminderung betrug im gleichen Zeitraum für Männer in NRW nur 763 Euro, für Frauen 662 Euro. Zudem ist das Eintrittsalter bundesweit seit Mitte der 1990er um knapp 18 Monate auf 50,5 Jahre gesunken.


Horst Vöge: "Um das mit der Erwerbsunfähigkeit verbundene Armutsrisiko zu senken, müssen umgehend die Deckelung des Reha-Budgets aufgehoben und alle medizinisch notwendigen Maßnahmen zur Rehabilitation gewährt werden. Darüber hinaus fordern wir als Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen, dass zumindest die Abschläge auf die Erwerbsminderungsrente abgeschafft werden."