Schülerprojekte zum Altern im vertrauten Wohnumfeld

Foto: Rentnergruppe beim Kartenspiel 

Das Kuratorium Deutsche Altershilfe hat anlässlich seines 50-jährigen Bestehens den Wettbewerb „Wir im Quartier!“ ausgeschrieben– dabei haben Altenpflegeschüler untersucht, wie das Wohnumfeld für ältere Menschen lebenswert bleibt.

Wie können Menschen auch im Alter in ihrem vertrauten Wohnumfeld bleiben? Mit dieser Frage haben sich Altenpflegeschüler aus dem gesamten Bundesgebiet beim Wettbewerb „Wir im Quartier!“ auseinandergesetzt. Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) hatte ihn anlässlich seines 50-jährigen Bestehens ausgeschrieben.

„Die Quartiersentwicklung ist eine gesellschaftliche Aufgabe“, sagt Peter Michell-Auli. „Politische Initiativen, wie zum Beispiel die jüngste Demografie-Strategie der Bundesregierung, müssen sich an der Quartiersentwicklung messen lassen. Deshalb arbeitet das KDA daran, diesen Ansatz in alle Bereiche der Altenhilfe und Seniorenarbeit zu integrieren, auch in die Altenpflegeausbildung.“ Zwei Projektteams aus Dresden und Mönchengladbach haben unter 25 Einsendungen den ersten und zweiten Preis gewonnen.

Die Klasse A10 des Beruflichen Schulzentrums „Karl August Lingner“ in Dresden hat den ersten Preis erhalten. Erarbeitet wurde ein Projekt zum Quartier Zschertnitz-Strehlen in Dresden: Die angehenden Fachkräfte in der Altenpflege haben untersucht, welche Anforderungen Menschen im Alter an das Viertel stellen. Sie haben geplant, wie sich diese Anforderungen umsetzen lassen und ihre Ideen in einem 3-D-Modell dargestellt.

Die Planung der Schüler basiert unter anderem auf einer dreimonatigen Recherche und Gesprächen mit Fachleuten. Die Klasse hat dabei Fragen zur Umsetzung berücksichtigt und der Kommune ihr Konzept vorgestellt.

Der zweite Preis geht an den Altenpflegekurs Okt. 10 B der Akademie für Gesundheitsberufe | kbs. Dieser erarbeitete über einen Zeitraum von zwei Monaten im Stadtteil Eicken das Projekt „Us alde Lüüt in Eecke“ (Wir Senioren hier in Eicken). Dabei entwickelten die Schüler neue Angebote, wie die so genannten Couchgespräche, in denen sich die Eickener Senioren über ihre Heimat „Gestern, Heute und Morgen“ unterhalten können.

Zudem nahmen die Altenpflegeschülerinnen und -schüler an bewährten Aktionen, etwa dem „ Frühlingsbasteln“ und „Spielen und Klönen“ teil. Die neuen und bestehenden Angebote wurden in einem Flyer zusammengestellt, der nun in Eicken verteilt wird, um die Senioren über die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung und Hilfsangebote vor Ort zu informieren und in Kontakt zu bleiben.

In seiner 50-jährigen Arbeit hat das KDA mit Unterrichtsmaterialien, Fachbüchern, curricularen Empfehlungen und einer kontinuierlichen politischen Arbeit wichtige Impulse für die Entwicklung des Altenpflegeberufs in Deutschland gegeben.

REHACARE.de; Quelle: Kuratorium Deutsche Altershilfe

- Mehr über das Kuratorium Deutsche Altershilfe unter: www.kda.de