Sicherheit ohne Notrufknopf: Assistenztechnik für Leben im Alter

10.09.2014
Foto: easierLife-System mit Sensoren und App

Die Sensoren kommunizieren mit der Basisstation, die zugriffsberechtige Smartphones und Tablets über eine App mit Informationen versorgt;
© easierLife GmbH iG

Die Sensoren, die bei dem neuen Assistenzsystem easierLife den herkömmlichen Hausnotrufknopf ersetzen, wurden in Forschungsprojekten des FZI Forschungszentrum Informatik und seiner Partner aus der Gesundheitswirtschaft bereits in rund 100 Haushalten erfolgreich getestet.

Das Assistenzsystem easierLife besteht aus je einem Kontakt- und Bewegungssensor, die in der Wohnung angebracht beispielsweise registrieren, ob sich die Bewohner nicht wie üblich bewegen, also eine Inaktivität vorliegt, die Haustür offen stehen geblieben ist oder die älteren Angehörigen nicht wie vorgesehen heimgekehrt sind.

Die Installation und die Handhabung der Assistenztechnik sind einfach: Die Anbringung der drahtlosen Sensoren erfordert keine speziellen Kenntnisse und für die Basisstation reicht eine normale Steckdose. Die Sensoren kommunizieren mit der Basisstation, die ihrerseits zugriffsberechtige Smartphones und Tablets über eine App mit Informationen versorgt. Die easierLife-App (für Android- oder Apple-Betriebssystem) verbindet sich automatisch mit der Basisstation.

Aus den Sensorinformationen, die in Textinformationen umgewandelt werden, lässt sich ablesen, ob alles in Ordnung ist, oder Unregelmäßigkeiten auftreten. Stimmt etwas nicht, lösen sie automatisch eine Benachrichtigung oder einen Notruf aus. Sowohl Angehörige, als auch Pflegedienste können auf Basis dieser Informationen präventiv auf sich abzeichnende Gefahrenlagen oder Gesundheitsveränderungen reagieren. Welche Personen Informationen bekommen und welche Informationen die einzelnen Berechtigten sehen sollen, lässt sich detailliert einstellen.

Verschlüsselung nach dem auch für Online-Banking üblichen SSL-Standard und Zugriffschutz sichern die Daten vor unbefugtem Auslesen. So kann die Privatsphäre gewährleistet und trotzdem maximale Sicherheit geboten werden.

REHACARE.de; Quelle: FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

Mehr über das FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie unter: www.fzi.de