So tickt Anouk Schmitt!

02.11.2016

Ein Miteinander auf Augenhöhe – dafür setzt sich Anouk Schmitt ein. Menschen sollten sich genau so begegnen, nämlich ganz unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Religion oder ihrer Behinderung. Warum sie gerne noch einmal Kind wäre und was ihren Freund ganz besonders auszeichnet, erzählt sie auf REHACARE.de.

Foto: Anouk Schmitt; Copyright: Lukas Kapfer

© Lukas Kapfer

Foto: Anouk Schmitt Hand in Hand mit ihrem Freund; Copyright: Lukas Kapfer

© Lukas Kapfer

Wann haben Sie das letzte Mal herzhaft gelacht und worüber?

Anouk Schmitt: Gerade heute Morgen, als mir meine Hündin Frieda voller Freude einen alten Socken ins Bett getragen hat.

Was wollten Sie schon immer einmal machen und warum haben Sie sich bisher nicht getraut?

Anouk Schmitt: Nach Island reisen. Bisher scheiterte es aber eher am Geld.

Welcher Mensch hat Sie bisher am meisten beeinflusst? Und warum?

Anouk Schmitt:
Familie und Freunde. Aber ganz besonders mein Freund, den ich erst im Rollstuhl kennen lernte und für den meine Behinderung genauso zu mir gehört wie meine blonden Haare. Der erste Mensch, der nicht mal wissen wollte, was mit mir "nicht stimmt".

Sie haben die Chance Bundesbehindertenbeauftragte zu werden. Was wäre Ihre erste Amtshandlung?

Anouk Schmitt:
Ich würde mich ganz besonders für das Bundesteilhabegesetz einsetzen und alles daran setzen, die Menschen zu einem Umdenken zu bewegen. Denn gerade dadurch werden Menschen mit Behinderung behindert.

Foto: Anouk Schmitt mit ihrer Hündin Frieda im Wald; Copyright: Lukas Kapfer

Hündin Frieda bringt Anouk Schmitt immer wieder zum Lachen; © Lukas Kapfer

Ihr Leben wird verfilmt: Wer würde Sie verkörpern und warum gerade diese Person?

Anouk Schmitt: Entweder Hannelore Elsner oder Senta Berger. Denn wer eignet sich besser, wenn nicht ich selbst, als eine Charakterdarstellerin?

Ich wäre gern einmal...

Anouk Schmitt: noch einmal ein Kind. Sie sehen die Welt so viel lockerer.

Auf welche Fragen wünschen Sie sich eine Antwort?

Anouk Schmitt:
Ich denke, dass es gut ist, dass wir nicht auf alle Fragen eine Antwort kennen. Das Leben wäre dann doch viel zu langweilig.

Was ich noch sagen wollte ...

Anouk Schmitt:
J’ai décidé d’être heureux, parce que c’est bon pour la santé. (Voltaire)  (Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein.)