So tickt Darleen Jobber!

Darleen Jobber möchte den Menschen zeigen, dass sie mit ihrer Behinderung ein glückliches Leben führt. Denn das ist kein Widerspruch. Die junge Frau wünscht sich daher, dass die Menschen mehr miteinander sprechen und dadurch auch ihre Berührungsängste abbauen. Was sie von Witzen über ihre Behinderung hält und was Facebook-Likes bei ihr bewirken, erzählt sie auf REHACARE.de.

22.12.2015

Foto: Darleen Jobber; Copyright: Darleen Jobber

Darleen Jobber; © Darleen Jobber

Name: Darleen Jobber
Alter: 20
Wohnort: Landkreis Heidekreis
Beruf: Azubine zur Kauffrau für Büromanagement
Behinderung: Dysmelie beidseitig (Ich trage eine Unterschenkelprothese sowie eine –orthese.)



Mehr von Darleen Jobber auf ihrer Facebook-Seite: www.facebook.com/ohneBeine
Wann haben Sie das letzte Mal herzhaft gelacht und worüber?

Darleen Jobber: Das letzte Mal... Schwer zu sagen. Ich lache ziemlich oft – übrigens auch, wenn jemand einen (liebgemeinten) Witz über meine Behinderung bringt.

Was wollten Sie schon immer einmal machen und warum haben Sie sich bisher nicht getraut?

Darleen Jobber: Ich denke schon lange darüber nach, einen Rollerführerschein zu machen. Neben dem finanziellen Aspekt habe ich aber auch Angst, dass ich mit meiner chaotischen Art den Straßenverkehr gefährde.

Welcher Mensch hat Sie bisher am meisten beeinflusst? Und warum?

Darleen Jobber: Da gibt es einige. Am meisten hat mich wohl meine Mutter beeinflusst. Sie hat mir von klein auf gezeigt, dass ich mich nicht für meine Behinderung schämen muss. Außerdem haben mich aber auch viele Liker meiner Facebook-Seite geprägt. Zu hören/lesen, dass ich anderen Mut mache, ist ein unglaubliches Gefühl und zeigt, dass es genau richtig ist, mit meiner Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen.

Sie haben die Chance Bundesbehindertenbeauftragte/r zu werden. Was wäre Ihre erste Amtshandlung?

Darleen Jobber: Gummibärchen für alle!! ;-)
Spaß bei Seite: Als Erstes würde behinderte und nichtbehinderte Menschen zusammenbringen. Jeder redet heutzutage davon, wie wichtig Inklusion ist, aber gleichzeitig haben sie Angst vor dem Kontakt mit behinderten Menschen. Das passt doch irgendwie nicht, oder?
Foto: Darleen Jobber; Copyright: Darleen Jobber

"Behindert, aber glücklich" so lautet nicht nur der Name ihrer Facebook-Seite, sondern auch Darleen Jobbers Lebensmotto; © Darleen Jobber

Ihr Leben wird verfilmt: Wer würde Sie verkörpern und warum gerade diese Person?

Darleen Jobber: Ich würde die Rolle selber spielen. Wer sonst könnte mich besser verkörpern?!

Ich wäre gern einmal …

Darleen Jobber: ich selbst – nur nicht immer so hungrig und müde.

Auf welche Fragen wünschen Sie sich eine Antwort?

Darleen Jobber: Was haben die Ärzte bei meiner Geburt gedacht als sie mich gesehen haben?

Was ich noch sagen wollte ...

Darleen Jobber: Bevor ihr behinderte Menschen bemitleidet, fragt sie doch mal, wie sie ihr Leben beschreiben würden. Meine Antwort wäre: Behindert ... aber verdammt glücklich!