So tickt Lydia Zoubek!

01.03.2017

Lydia Zoubek wünscht sich eine bessere Akzeptanz von Menschen mit Behinderung in unserer Gesellschaft. Um einen Einblick in Leben als blinde Frau zu gewähren, bloggt die Mutter und Hausfrau über ihren Alltag. Wobei wir sie erwischt haben und wo sie gerne mal hinter die Kulissen schauen möchte, verrät sie auf REHACARE.de.

Foto: Lydia Zoubek; Copyright: privat

© privat

Name: Lydia Zoubek
Alter: 48
Wohnort: Neu-Isenburg, bei Frankfurt am Main
Beruf: Hausfrau und Mutter
Behinderung: Ich bin blind

Mehr über Lydia Zoubek unter: lydiaswelt.wordpress.com

Wann haben Sie das letzte Mal herzhaft gelacht und worüber?

Lydia Zoubek: Gestern, als unser Kater sich mit dem der Nachbarn angelegt hat. Beide sind dermaßen abgegangen und gegen die Terrassentür gesprungen. Zum Glück war die geschlossen.

Was wollten Sie schon immer einmal machen und warum haben Sie sich bisher nicht getraut?

Lydia Zoubek: Ich möchte gern einmal mit meinen Kindern für ein paar Wochen ins Ausland. Früher ist es daran gescheitert, dass ich keine sehende Begleitperson gefunden habe, und jetzt, wo meine Kinder älter sind, scheitert es am fehlenden Geld. 

Welcher Mensch hat Sie bisher am meisten beeinflusst? Und warum?

Lydia Zoubek: Das lässt sich nicht so genau sagen. Auf meinem Weg haben mich immer wieder unterschiedliche Menschen inspiriert.

Sie haben die Chance Bundesbehindertenbeauftragte zu werden. Was wäre Ihre erste Amtshandlung?

Lydia Zoubek: Ich würde alles daransetzen, mehr Menschen mit Behinderung in Entscheidungen einzubeziehen.

Foto: Lydia Zoubek mit Blindenstock; Copyright: privat

Lydia Zoubek findet, dass Sehen überwertet wird; © privat

Ihr Leben wird verfilmt: Wer würde Sie verkörpern und warum gerade diese Person?

Lydia Zoubek: Erwischt! Ich kenne mich mit Schauspielern überhaupt nicht aus.

Ich wäre gern einmal...

Lydia Zoubek: 
Bei einer Talkshow mit Blick hinter die Kulissen.

Auf welche Fragen wünschen Sie sich eine Antwort?

Lydia Zoubek: 
Warum wird Sehen oft so überbewertet, dass man uns Blinden kaum etwas zutraut?

Was ich noch sagen wollte …

Lydia Zoubek: Ein besseres Miteinander kann nur durch Aufklärung bewirkt werden. Auf meinem Blog "lydiaswelt" schreibe ich über meinen Alltag als blinde Mutter. Ich versuche Fragen zu beantworten, die Normalsehende einem Blinden nicht stellen möchten, aus Angst diesen zu verletzen. Die Themen reichen von "Wie erkennen Blinde Geld" bis "Wie führt man einen Blinden".