So tickt Miriam Langhoff!

Die Menschen sollen sich aufeinander zu bewegen, damit sie voneinander lernen können - egal, ob sie eine Behinderung haben oder nicht. Das wünscht sich Miriam Langhoff und dabei könnte sie auch sehr gut helfen: Ihre Leidenschaft gilt der Schauspielerei. Wo, wenn nicht hier, könnte sie Botschaften besser übermitteln? Was ihr neben der Bühne sonst noch wichtig ist, erzählt sie auf REHACARE.de!

12.08.2015

Foto: Miriam Langhoff; © Miriam Langhoff

Miriam Langhoff; © Miriam Langhoff

Name: Miriam Langhoff
Alter: 36
Wohnort: Dortmund
Beruf: Verwaltungsangestellte
Behinderung: Querschnittslähmung (spina bifida)
Wer Kontakt mit Miriam Langhoff aufnehmen möchte, kann dies über ihr Facebook-Profil tun
Wann haben Sie das letzte Mal herzhaft gelacht und worüber?

Miriam Langhoff: Ich lache viel und gerne, meist täglich!

Was wollten Sie schon immer einmal machen und warum haben Sie sich bisher nicht getraut?

Miriam Langhoff: Grundsätzlich versuche ich immer das zu tun, was ich gerne möchte, und erfülle mir somit kleine Träume und Ziele. Aber wie bei jedem anderen Menschen habe auch ich noch unerfüllte Träume. Dazu gehören das Fliegen mit einem Segelflugzeug oder der Besuch des Landes Irland. Außerdem möchte ich einmal in einem größeren Theater auf einer Bühne stehen.

Welcher Mensch hat Sie bisher am meisten beeinflusst? Und warum?

Miriam Langhoff: Im Grunde gibt es keinen bestimmten Menschen, der mich beeinflusst hat. Mich beeindrucken Menschen, die mit offenen/ehrlichen Augen durchs Leben gehen. Menschen, die klare Ziele und Träume haben. Wenn mich Menschen überhaupt nachhaltig beeinflusst haben, dann waren es meine Eltern, insbesondere meine Mutter. Sie hat den größten Anteil daran, dass ich heute ein offener, selbstbewusster und neugieriger (bezogen auf das Leben) Mensch bin. Meine Eltern unterstützen mich, bis heute, in allem, was ich tue!

Sie haben die Chance Bundesbehindertenbeauftragte/r zu werden. Was wäre Ihre erste Amtshandlung?

Miriam Langhoff: Ich würde den Raum unserer Bundeskanzlerin nicht eher verlassen bis sie mir das Bundesteilhabegesetz unterschrieben hat.
Foto: Junge Frau mit Brille und rotem Hut - Miriam Langhoff; © Miriam Langhoff

Miriam Langhoff hat noch Träume, die sich gerne erfüllen möchte, zum Beispiel ein Flug in einem Segelflugzeug oder einmal auf der Bühne eines größeren Theaters zu stehen; © Miriam Langhoff

Ihr Leben wird verfilmt: Wer würde Sie verkörpern und warum gerade diese Person?

Miriam Langhoff: Wenn ich diese Rolle nicht gerade selber spiele, würde ich sie vermutlich mit Heike Makatsch, Christiane Hörbiger, Iris Berben oder Hannelore Elsner besetzen. Alle vier sind großartige Charakterdarstellerinnen.

Ich wäre gern einmal …

Miriam Langhoff: Och, eigentlich bin ich ganz gerne ich … Das passt schon.

Auf welche Fragen wünschen Sie sich eine Antwort?

Miriam Langhoff: Ich glaube, es ist ganz gut, dass der Mensch nicht immer auf alle Fragen eine Antwort hat (auch wenn er das gerne glaubt). So bleibt das Leben wenigstens spannend und geheimnisvoll.

Was ich noch sagen wollte ...

Miriam Langhoff: Liebe Leute, ob nun mit oder ohne Behinderung, lasst euch niemals unterkriegen und verliert niemals eure Ziele und Träume aus den Augen! Kämpft für das, woran ihr glaubt, und lasst jedem dabei den nötigen Raum zum Leben.