So tickt Ottmar Miles-Paul!

09/11/2016

Die Wahrung und Umsetzung der Menschenrechte von Menschen mit Behinderung liegen Ottmar Miles-Paul sehr am Herzen. Er möchte, dass es gerecht zugeht in dieser Welt. Deswegen kämpft der engagierte Aktivist sowohl online als offline gegen die Verschlechterung des Bundesteilhabegesetzes. Welche Idee er auf jeden Fall irgendwann einmal umsetzen will, erzählt er auf REHACARE.de.

 

Foto: Ottmar Miles-Paul; Copyright: Eva Buchholz/ISL

© Eva Buchholz/ISL

Name: Ottmar Miles-Paul
Alter: 52
Wohnort: Kassel
Beruf: Diplom Sozialarbeiter und freischaffender Strippenzieher für die Menschenrechte der Menschen mit Behinderung
Behinderung: Selbst seh- und hörbehindert
Mehr von Ottmar Miles-Paul lesen unter: www.kobinet-nachrichten.org

Wann haben Sie das letzte Mal herzhaft gelacht und worüber?

Ottmar Miles-Paul: Ich lache zum Glück sehr oft. Zuletzt beim Anhören der Kabarettsendung im WDR.

Was wollten Sie schon immer einmal machen und warum haben Sie sich bisher nicht getraut?

Ottmar Miles-Paul: Ich wollte schon immer einmal eine richtig verquere und wenig Sinn machende Rede halten und beobachten, wie sich das Publikum verhält. Bisher war die Rücksicht auf die Veranstaltung zu groß, aber irgendwann wird es einmal passieren.

Welcher Mensch hat Sie bisher am meisten beeinflusst? Und warum?

Ottmar Miles-Paul: Es waren mehrere Menschen, die für die Rechte Benachteiligter gekämpft haben, wie Nelson Mandela.

Sie haben die Chance Bundesbehindertenbeauftragte zu werden. Was wäre Ihre erste Amtshandlung?

Ottmar Miles-Paul:
Ich war schon fünf Jahre Landesbehindertenbeauftragter in Rheinland-Pfalz und habe das gern gemacht. Ich weiß aber auch, was eine solche Arbeit abverlangt, so dass ich diese Position nicht anstrebe und höchsten Respekt davor habe. Im Fall des Falles hätte ich vor Antritt des Amtes ausgehandelt, dass die UN-Behindertenrechtskonvention konsequent umgesetzt wird.

Foto: Ottmar Miles-Paul bei einer Demonstration gegen das Bundesteilhabegesetz; Copyright: Eva Buchholz/ISL

Ottmar Miles-Paul kämpft auf teilhabegesetz.org gegen das geplante Bundesteilhabegesetz - und auf verschiedenen Demonstrationen vor Ort; © Eva Buchholz/ISL

Ihr Leben wird verfilmt: Wer würde Sie verkörpern und warum gerade diese Person?

Ottmar Miles-Paul: Mich müsste man nicht verkörpern! Ich wäre am liebsten selbst einmal in der "Lindenstraße" dabei, die ich seit Anfang an treu und wöchentlich verfolge.

Ich wäre gern einmal...

Ottmar Miles-Paul: bei der Feier zu einem Bundesteilhabegesetz für behinderte Menschen, das diesen Namen verdient und die Türen für ein Leben mitten in der Gesellschaft öffnet.

Auf welche Fragen wünschen Sie sich eine Antwort?

Ottmar Miles-Paul: Wie geht man damit um, dass sich unsere Gesellschaft so langsam und mühsam zu mehr Toleranz und Achtung der Menschenrechte entwickelt und wir immer wieder Rückschritte erleben müssen?

Was ich noch sagen wollte ...

Ottmar Miles-Paul: Es wurde schon sehr viel gesagt, sodass ich mit dem Gesagten ganz zufrieden bin.