So tickt Patricia Carl!

Sie lebt und liebt den Moment. Patricia Carl setzt sich mit viel Herzblut für einen inklusiven Austausch zwischen Menschen ein. Für ihr Engagement für den Bundesverband Kleinwüchsige Menschen und ihre Familien e.V. wurde sie im vergangenen Jahr sogar ausgezeichnet. Was sie zu einem Sitzstreik bewegen würde und warum sie in manchen Fällen ein Buch einem Film vorzieht, erzählt sie auf REHACARE.de.

13.10.2015

Foto: Patricia Carl; Copyright: Michel Arriens

Patricia Carl; © Michel Arriens

Name: Patricia Carl
Alter: 31
Wohnort: Berlin
Beruf: Sachbearbeiterin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, ehrenamtliche Vorsitzende des Bundesverbands Kleinwüchsige Menschen und ihre Familien e.V. (BKMF)
Behinderung: Kleinwuchs
Mehr über den BKMF unter: www.bkmf.de
Wann haben Sie das letzte Mal herzhaft gelacht und worüber?

Patricia Carl: Fast immer. Über fast alles: Blödeleien, Satire, über mich selbst.

Was wollten Sie schon immer einmal machen und warum haben Sie sich bisher nicht getraut?

Patricia Carl: Eine Weltreise mit Rucksack, nicht komplett durchgeplant mit Raum für spontane Zwischenziele. Doch so ein Rucksack ist sehr groß. Und vermutlich sehr schwer.

Welcher Mensch hat Sie bisher am meisten beeinflusst? Und warum?

Patricia Carl: Nicht einer. Viele.
 
Sie haben die Chance Bundesbehindertenbeauftragte/r zu werden. Was wäre Ihre erste Amtshandlung?

Patricia Carl: Ich würde alle befreundeten Organisationen zu einem Sitzstreik vor dem Bundeskanzleramt aufrufen. Wir gehen erst, wenn die Beauftragte den Status einer Ministerin bekommt und damit mehr Einfluss. Dann würde ich Nichtregierungsorganisationen im Bereich gesundheitliche Selbsthilfe, Inklusion, Menschen mit Behinderung allgemein finanziell und ideell stärken.
Foto: Hand schreibt mit einem Stift eine To-Do-Liste; Copyright: panthermedia.net/Daniel Kaesler

Man sagt, To-Do-Listen abhaken mache glücklich. Patricia Carl wäre tatsächlich glücklich, wenn sie ihre mal komplett abgearbeitet hätte; © panthermedia.net/Daniel Kaesler

Ihr Leben wird verfilmt: Wer würde Sie verkörpern und warum gerade diese Person?

Patricia Carl: Niemand. Kein Film. Nur ein Buch. Es gibt ja bekanntlich Bücher, die haben durch die Verfilmung eher gelitten.

Ich wäre gern einmal …

Patricia Carl: am Ende der To-Do-Liste.

Auf welche Fragen wünschen Sie sich eine Antwort?

Patricia Carl: Warum haben Rassisten so viel Angst? Wie kann man am Sinn und der Notwendigkeit von Inklusion zweifeln? Wie tolerant muss ich gegenüber intoleranten Menschen sein?

Was ich noch sagen wollte ...

Patricia Carl: Ein Hoch auf das Leben!