So tickt Theresa Steinkellner!

12.10.2016

Mutiger und frei von Zweifeln – wenn Theresa Steinkellner das wäre, würde sie sich einfach ihren Rucksack schnappen und draufloswandern. Frei zu sein ist ihr nämlich genauso wichtig wie Menschen wertzuschätzen und ihnen gegenüber Respekt und Empathie zu zeigen – beispielsweise in ihrem Job als Persönliche Assistentin. Warum ihr Tomatensaft ein Rätsel ist, erzählt sie uns auf REHACARE.de.
Foto: Theresa Steinkellner mit Sonnenbrille; Copyright: Theresa Steinkellner

© Theresa Steinkellner

Name: Theresa Steinkellner
Alter: 32
Wohnort: Wien, Österreich
Beruf: Persönliche Assistentin, Reisebloggerin
(Bezug zu) Behinderung: Meine momentane Arbeit als Persönliche Assistentin für RollstuhlfahrerInnen
Hier geht es zu ihrer Internetseite: www.travelwoman.at

Wann haben Sie das letzte Mal herzhaft gelacht und worüber?

Theresa Steinkellner: Als ich mit dem österreichischen E-Rolli Fußballteam in England unterwegs war und wir am Abend noch zusammengesessen sind. Worüber? Unbeabsichtigte Sprachmissverständnisse.

Was wollten Sie schon immer einmal machen und warum haben Sie sich bisher nicht getraut?

Theresa Steinkellner: Ganz spontan alles stehen und liegen lassen, ohne Pläne meinen Rucksack packen und einfach für längere Zeit loswandern. Aufgehalten hat mich bis jetzt wahrscheinlich die Angst vor dem Ungewissen und die Vernunft.

Welcher Mensch hat Sie bisher am meisten beeinflusst? Und warum?

Theresa Steinkellner:
Am meisten beeinflusst haben mich sicherlich meine Eltern. Aber es gibt auch kurze, konkrete Begegnungen mit Menschen und Erlebnisse mit FreundInnen, die mein Denken und Handeln nachhaltig verändert haben. Warum? Ich glaube, weil ich darüber nachgedacht habe.

Foto: Theresa Steinkellner sitz mit Rucksack vorm Meer in Portugal; Copyright: privat

Respekt und Wertschätzung gegenüber anderen Menschen und persönliche Freiheit sind Theresa Steinkellner sehr wichtig; © Theresa Steinkellner

Sie haben die Chance Bundesbehindertenbeauftragte zu werden. Was wäre Ihre erste Amtshandlung?

Theresa Steinkellner:
Verpflichtendes Rollstuhltraining für gehende Menschen einführen, damit sie verstehen, was barrierefrei bedeutet und was nicht. Meiner Meinung nach gibt es da ein großes Bewusstseinsdefizit.

Ihr Leben wird verfilmt: Wer würde Sie verkörpern und warum gerade diese Person?

Theresa Steinkellner:
Auf diese Frage habe ich ehrlich gesagt keine Antwort.

Ich wäre gern einmal...

Theresa Steinkellner: … noch mutiger und ohne Zweifel und Ängste.

Auf welche Fragen wünschen Sie sich eine Antwort?

Theresa Steinkellner:
Warum ist die Welt nicht gerecht, das Leben kompliziert und das Miteinander oft so schwierig? Und wieso trinken so viele Menschen im Flugzeug Tomatensaft und wieso gibt es ihn dort überhaupt?

Was ich noch sagen wollte ...

Theresa Steinkellner: If you believe in it and it makes you happy, never stop fighting for it. (Wenn du daran glaubst und es dich glücklich macht, dann höre nie auf, dafür zu kämpfen.)