Sotschi 2014: Deutsches Haus in Russlands Bergen

29.04.2013
Foto: Deutsches Haus

Im Deutschen Haus werden erst die Olympiateilnehmer und anschließend die Paralympicsteilnehmer wohnen;
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Das Deutsche Haus der Paralympics in Sotschi 2014 wird in den Bergen des Kaukasus stehen. Es wird im Restaurant Polyanka im Ski-Resort Krasnaya Polyana beheimatet sein.

Wenn die Organisatoren des Deutschen Hauses nach einem passenden Standort für die temporäre Botschaft des deutschen Sports am jeweiligen Austragungsort der Spiele suchen, haben sie vor allem ein Ziel: ein Stück Heimat in die Ferne zu holen, aber dennoch den ursprünglichen regionalen Charakter der Einrichtung zu bewahren. Dieser Anspruch wird sich bei den kommenden Winterspielen auf das Restaurant Polyanka konzentrieren. Über eine Dependance in Nähe des Olympiaparks in Sotschi ist dagegen noch nicht entschieden.

Gepunktet hat der Standort in den Bergen neben seinem ländlichen Charme vor allem durch die Nähe zu den Wettkampfstätten, die durch ihre direkte Anbindung an den Straßen- und Schienenverkehr schnell zu erreichen sind: Das Sliding-Center mit Bob- und Rodelbahn ist gerade zwei, das Skisprung-Zentrum vier Kilometer vom zukünftigen Deutschen Haus entfernt. Die Austragungsorte für die alpinen Skiwettbewerbe sowie Biathlon liegen mit sechs und acht Kilometern ebenfalls in unmittelbarer Nähe. Das „Coastal Cluster“ in Sotschi erreicht man in gut 45 Minuten Fahrzeit mit dem Auto und sogar etwas weniger mit der Bahn.

Insgesamt stehen für verschiedene Zwecke im Innen- und Außenbereich etwa 600 Quadratmeter zur Verfügung. Wir bereits zu Turin 2006 und Vancouver 2010 ist in diese Fläche zu Olympia auch das Kufenstüberl als traditioneller Treffpunkt des Bob- und Schlittenverbandes integriert. Nach den Olympischen Spielen wird der Deutsche Behindertensportverband (DBS) Teile der Einrichtung für seinen Auftritt bei den Paralympics nutzen. Denn, wie bereits zu Vancouver und London gilt in Sotschi: ein Team, ein Haus. DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher begrüßt die Schlüsselübergabe, die mittlerweile beste Tradition hat: „Eine gemeinsame Heimat bei Spielen befördert nicht nur den Stolz und das Selbstbewusstsein unserer Athleten. Sie schärft in der Öffentlichkeit auch das Bild eines ganzheitlichen Auftritts des deutschen Sports in all seinen Facetten.“

Die gesamte Einrichtung wird variabel und flexibel angepasst auf die unterschiedlichen Bedürfnisse in den Tagen ihrer Existenz. Dazu gehört etwa die barrierefreie Gestaltung der Räumlichkeiten zu den Paralympics. Zudem finden im Deutschen Haus traditionell die Pressekonferenzen des DBS statt.

Aktuell dreht die Deutsche Sport-Marketing (DSM) als exklusive Vermarktungsagentur von DOSB und DBS sowie Organisatorin des Deutschen Hauses gemeinsam mit dem langjährigen Partner Messe Düsseldorf an verschiedenen Stellschrauben des Projekts. DSM-Geschäftsführer Axel Achten sagt: „In den kommenden Monaten geht es darum, die Planungen zu konkretisieren und dem Haus ein Gesicht zu geben. Dabei können wir glücklicherweise auf viele kompetente und bewährte Partner zurückgreifen, möchten aber auch neue Impulse aus der Wirtschaft einfließen lassen. Ein Projekt wie das Deutsche Haus zu stemmen, ist für uns eine der schönsten, aber auch herausforderndsten Aufgaben.“

REHACARE.de; Quelle: Deutscher Behindertensportverband

Mehr über den Deutschen Behindertensportverband unter: www.dbs-npc.de