Sportgerät für behinderte Eishockey-Spieler entwickelt

Foto: Skizze vom Spieler mit "polarwolf" 

Julian Rathmann hat sich im Rahmen seiner Diplomarbeit mit der Sportart Sledge-Hockey beschäftigt und einen speziellen Schlitten dafür entwickelt.

Sledge-Hockey ist Eishockey für Sportler mit Handicaps und der populärste sowie physisch härteste Wintersport im Handicap-Bereich. Im Gegensatz zum Eishockey bewegen sich die Spieler nicht auf Schlittschuhen, sondern auf Schlitten.

Ziel der Arbeit des angehenden Produktdesigners war es, ein Sportgerät zu entwickeln, das praktisch, ergonomisch und formal-ästhetisch gestaltet ist. Heraus kam „polarwolf“ - ein Sportgerät, das sich durch seinen Aufbau für sehr viele Spielertypen mit unterschiedlichen Behinderungsgraden eignet und im Schadensfall schnell und unkompliziert vor Ort repariert werden kann.

Der Rahmen und die verwendeten Rohre sind so gewählt, dass sie die auftretenden Belastungen bestmöglich aufnehmen. Die Rohre werden in einer Länge gefertigt und bei Bedarf einfach abgesägt, um einen kürzeren Schlitten zu erhalten.

Neben der Schlittenlänge lassen sich die Positionen von Sitz und Kufenträger am Rahmen und zueinander individuell einstellen und der Kufenabstand und die Kufenanzahl sind flexibel.

Alle Verbindungen sind einfach gehalten, damit auch individuell gefertigte Teile schnell angebracht werden können. Auf der „position card“ können die Sportler außerdem ihre individuellen Einstellungen des Sportgeräts eintragen und haben so immer ihre persönlichen Daten zur Hand.

REHACARE.de; Quelle: Hochschule Coburg

- Mehr über die Hochschule Coburg unter: www.hs-coburg.de