Studierende engagieren sich für erstes Integrationshotel in Leipzig

29.06.2015
Foto: Studierende aus Leipzig

Engagieren sich für Philippus Leipzig: Studierende der HHL Leipzig Graduate School of Management mit Wolfgang Menz vom Berufsbildungswerk Leipzig; © HHL

Von April 2015 bis Juni 2015 entwickelten fünf Master-of-Science-Studenten der HHL Leipzig Graduate School of Management ein Wirtschaftskonzept für "Philippus Leipzig". In diesem Ensemble aus Kirche mit ehemaligem Pfarrhaus und Gemeindesaal soll das erste Integrationshotel Leipzigs, ein Restaurant sowie ein für Veranstaltungen offener Kirchsaal als Integrationsbetrieb entstehen.

Die Aufgabe der Studierenden: Auf Basis einer Markt- und Wettbewerbsanalyse im Hotelbereich sollten sie sich auf die Erstellung einer Marketing- und Finanzstrategie konzentrieren, die den Bedürfnissen des einzigartigen Integrationsprojektes des Trägers Berufsbildungswerk (BBW) Leipzig gerecht wird.

"Wir Studenten haben die Komplexität eines Projektes dieser Größenordnung erfahren und die Vorteile sowie Notwendigkeit sehr langfristiger und intensiver Planung erfassen können. Der intensive und offene Austausch mit den Mitarbeitern hat uns viel Spaß gemacht und spannende Einblicke ermöglicht. Für uns war dieses Projekt eine tolle Gelegenheit, uns bei einem spannenden lokalen sowie gesellschaftlich relevanten Unternehmen mit einzubringen", so HHL-Student Dominik Baus.

Am 24. Juni 2015 präsentierten die Studierenden ihre Ergebnisse in Philippus Leipzig. Ihre wichtigsten Empfehlungen für eine erfolgreiche Realisierung des Integrationshotels lauten:

1. Philippus Leipzig sollte erfahrene Fachleute für den Betrieb gewinnen sowie ein hohes Maß an Motivation und Service-Orientierung unter den Mitarbeitern fördern.
2. Es gilt, die wirtschaftlichen Kennzahlen dauerhaft zu planen und zu kontrollieren, um den Hotelbetrieb langfristig zu sichern.
3. Philippus Leipzig sollte durch die Erstellung eines klaren Gesamtprofils bezüglich Hotel, Gastronomie und Kirchensaal die wesentlichen Alleinstellungsmerkmale dieses Ensembles hervorheben.
4. Wichtig ist festzulegen, welche Menschen potenziell ein Integrationshotel besuchen könnten. Daraus ergeben sich die Wege, mit denen potenzielle Gäste durch Vertriebs- und Kommunikationsmaßnahmen erreicht werden können.
5. Hinsichtlich ihrer Preis- und Distributionspolitik sollte sich Philippus Leipzig an den Wettbewerbern im gleichen Marktsegment orientieren und ausrichten.

Das BBW Leipzig vergleicht nun die gewonnenen Erkenntnisse mit der eigenen Planung, die bereits weit gediehen ist, und wird interessante Anregungen in der Umsetzung des ersten Integrationshotels von Leipzig berücksichtigen. Die Eröffnung des Hotels ist für Ende 2016 geplant, der Bauantrag für den Umbau des denkmalgeschützten Philippus-Ensembles wurde im April gestellt.

"Es ist großartig zu sehen, dass unsere Vision des ersten Integrationshotels in Leipzig auch von den Wirtschafts- und Finanzprofis begeistert aufgenommen und so umfangreich und professionell durchleuchtet und bearbeitet wurde. Das HHL-Konzept bestätigt und ermutigt uns weiter, dass unser besonderes Vorhaben möglich ist", so Tobias Schmidt, Hauptgeschäftsführer der BBW-Leipzig-Gruppe.

"Der regionale Aspekt der Zusammenarbeit mit Philippus Leipzig hat gezeigt, dass die HHL international und zugleich fest in der Region verwurzelt ist. Über die Zusammenarbeit haben wir uns sehr gefreut, auch weil wir dadurch der Region etwas zurückgeben können", so Prof. Dr. Bernhard Schwetzler, Inhaber des Lehrstuhls für Finanzmanagement und Banken an der HHL Leipzig Graduate School of Management.

REHACARE.de; Quelle: HHL Leipzig Graduate School of Management

Mehr über die HHL Leipzig Graduate School of Management unter: www.hhl.de