TV-Nachrichtenflaggschiff "MDR aktuell" ab 2017 auch mit Gebärdendolmetscher

19.10.2016

Barrierefreiheit hat beim MDR weiterhin Priorität: Ab 2. Januar 2017 wird "MDR aktuell" mit Gebärdung gesendet. Neu sind 2017 auch die Hörbeschreibung der "Silbereisen-Feste" sowie der erste wöchentliche Nachrichtenüberblick in Leichter Sprache für Menschen mit kognitiven Behinderungen in Mitteldeutschland.

Foto: MDR-Intendantin und ARD-Vorsitzende Prof. Dr. Karola Wille; Copyright: obs/MDR Mitteldeutscher Rundfunk/MDR/Axel Berger

MDR-Jahrestreffen mit den Behindertenverbänden am 11. Oktober 2016 in Leipzig; © obs/MDR Mitteldeutscher Rundfunk/MDR/Axel Berger

Das Thema "Menschen mit Behinderung" ist im MDR-Programm und bei den Zulieferungen für "Das Erste" ein fester Bestandteil, von der Tagesaktualität über die dokumentarischen bis zu den fiktionalen Formaten. Damit nimmt der MITTELDEUTSCHE RUNDFUNK einen Spitzenplatz innerhalb der ARD ein.

Die Behindertenverbände, Institutionen und die Deutsche Zentralbücherei für Blinde (DZB), ohne deren Unterstützung passgenaue Angebote für Menschen mit Behinderung im MDR nicht umsetzbar wären, haben mit Genugtuung den weiteren Ausbau der Barrierefreiheit begrüßt. MDR-Intendantin und ARD-Vorsitzende Prof. Dr. Karola Wille unterstreicht: "Der MDR ist ein verlässlicher Partner für alle Menschen unserer Gesellschaft."

Gebärdensprache: "MDR aktuell" bietet ab 2. Januar 2017 seine beiden täglichen Abendausgaben, 19.30 und 21.45 Uhr, mit Gebärdendolmetscher an und baut damit die barrierefreien Angebote für gehörlose Menschen aus. Das teilte der MDR heute in Leipzig anlässlich seines Jahrestreffens mit Behindertenverbänden mit. Durch diese Gebärdung unterstreicht der Sender seine Bedeutung als das Informationsmedium in Mitteldeutschland. Bisher gibt es in Deutschland diesen Service nur für die "Tagesschau" und das "heute-journal".

Zu empfangen ist das Angebot über MDR+ im Internetfernsehen sowie im Livestream von www.mdr.de .

Der MDR sendet bereits das regionale Informationsmagazin "MDR um 11" mit Gebärde.

Audiodeskription: Ebenfalls neu werden die vom MDR für "Das Erste" produzierten "Feste mit Florian Silbereisen" mit Live-Hörbeschreibung gesendet. Mit diesem zusätzlichen barrierefreien Zugang zur besten Sendezeit, 20.15 Uhr, beginnend ab 7. Januar 2017, können blinde und sehbehinderte Menschen dem Publikumsmagneten und seiner mehrstündigen Show ebenso folgen wie sehende Zuschauer.

Derzeit stellt der MDR etwa 10 Prozent seines eigenen Fernsehprogramms mit Audiodeskription zur Verfügung. In den Abendstunden wird es ab 2017 im MDR FERNSEHEN mehr Sendungen mit Hörbeschreibungen geben. Dafür entwickelt der Sender derzeit eine neue Form der Audiodeskription, die sich auch für Reportagen eignet.

Untertitelung: 83 Prozent des täglichen MDR-Fernsehprogramms werden mit Untertitelung für Menschen mit Höreinschränkungen bereitgestellt. Inzwischen sind montags bis freitags alle Sendungen zwischen 06.00 und 22.05 Uhr untertitelt. Dieser Service für Gehörlose und Hörgeschädigte wird schon jetzt am Sonntagmorgen für die Reihe "selbstbestimmt! Leben mit Behinderung" angeboten sowie 2017 u.a. mit der Schließung von Lücken am Wochenende weiter ausgebaut. Das betrifft zum Beispiel auf vielfachen Wunsch die Untertitelung der Sonntags-Sendung "MDR Garten".

Für "Das Erste" stellt der MDR außerdem sicher, dass seine Zulieferungen barrierefrei zugänglich sind: Die vom MDR produzierte Ausgabe des Politmagazins "FAKT", dienstags 21.45 Uhr im "Ersten", ist mit Gebärdensprache in der Mediathek abrufbar. Mit Audiodeskription produziert der MDR für "Das Erste" bereits jetzt u.a. die Hauptabendserien "In aller Freundschaft", "Tierärztin Dr. Mertins" oder "Um Himmels Willen". 2016 kam die Vorabendserie "Die jungen Ärzte" dazu. Die "Tatort"-, "Polizeiruf 110"- und Fernsehfilm-Zulieferungen für "Das Erste" werden bereits seit 2009 mit Hörbeschreibung ausgestrahlt. Alle MDR-Erstsendungen fürs Erste sind mit Untertiteln zu sehen.

REHACARE.de; Quelle: Mitteldeutscher Rundfunk/MDR 

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