Tandemfahrt für offenen Umgang mit Depression

24/06/2016

Die MUT-TOUR macht Station in Köln. Am kommenden Sonntag, 26. Juni 2016, findet der Aktionstag zur bundesweiten Kampagne für einen offenen Umgang mit Depression ab 10 Uhr auf dem Kölner Neumarkt statt. Auch der Deutsche Behindertensportverband (DBS) wird mit einem Infostand vertreten sein.

Foto: Drei Tandemteams beim Radfahren; Copyright: Deutscher Behindertensportverband e.V.

Die MUT-TOUR will Menschen mit und ohne Depressionserfahrungen zusammenbringen und aufklären; © Deutscher Behindertensportverband e.V.

Um 11.30 Uhr geben Werner Bartsch, Bürgermeister der Stadt Köln, sowie Matthias Poeppel, Direktor Sportentwicklung des DBS, den Startschuss zur Mitfahraktion nach Bonn.

Die MUT-TOUR ist Deutschlands erstes Aktionsprogramm auf Rädern, das seit 2012 durch Deutschland fährt und einen Beitrag zur Entstigmatisierung der Depression als Erkrankung leistet. Ziel ist es, Menschen mit und ohne Depressionserfahrungen zusammenzubringen und gemeinsam in Bewegung zu sein. Dieses Jahr geht Initiator Sebastian Burger mit 52 Tandemfahrern mit und ohne Depressionserfahrung auf die MUT-TOUR 2016, um Aufklärungsarbeit zu leisten und Gemeinschaft zu erleben – rund 7300 Kilometer werden von insgesamt vier Teams zurückgelegt, zwei davon sind auf Rädern unterwegs, jeweils ein Team mit dem Kajak sowie eins mit zwei Eseln.

Die dreimonatige Staffelfahrt startete am 4. Juni in Heidelberg und endet am 3. September in Bremen. In über 70 Städten auf der Strecke sind Menschen mit und auch ohne Depressionen eingeladen, bei Tagestouren mitzuradeln, mitzuwandern oder mitzupaddeln und damit ein Zeichen zu setzen. 2016 können sich erstmals auch Firmen- oder Vereinsteams kostenlos auf der Website anmelden: www.mut-tour.de/mitmachen

"Das Projekt möchte sowohl Betroffenen Mut machen, zu sich zu stehen, als auch Nicht-Betroffene ermutigen, Erkrankten offener entgegenzutreten. Es geht darum, einen unverkrampften Umgang mit der Krankheit vorzuleben und damit Ängste und Vorurteile abzubauen", sagt Sebastian Burger. Die MUT-TOUR sieht sich als Mutmacher, frei über eine Erkrankung zu reden, die mehr Tote fordert als der Straßenverkehr und häufiger zur vorzeitigen Berentung führt als Rückenleiden. Die Tandemfahrer engagieren sich daher auch für das Gros der vier Millionen Deutsche, von denen es sich immer noch viele nicht erlauben können, dem Chef von ihrer Krankheit zu erzählen.

Umrahmt wird die Tour von Infoständen der regionalen Bündnisse gegen Depression sowie einem Mitmach-Programm für Natur- und Radel-Fans in mehr als 70 Städten. Auch der Deutsche Behindertensportverband unterstützt die MUT-TOUR als Partner, wird mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei der Mitfahraktion vertreten sein und engagiert sich auf dem Themenfeld der psychischen Erkrankungen. Zurzeit werden von über 41.000 qualifizierten und lizenzierten Übungsleiterinnen und Übungsleitern sowie Trainerinnen und Trainern zahlreiche und vielfältige Sportgruppen in den Behinderten- und Rehabilitationssportvereinen des Deutschen Behindertensportverbandes e.V. (DBS) geleitet. Zu diesen Sportgruppen zählen auch Angebote für Menschen mit psychischen Erkrankungen.

REHACARE.de; Quelle: Deutscher Behindertensportverband e.V. – National Paralympic Committee Germany

Mehr über den Deutschen Behindertensportverband e.V. – National Paralympic Committee Germany unter: www.dbs-npc.de