Zartbitter schützt vor Herzinfarkt und Schlaganfall

Foto: Zartbitterschokolade 

Menschen mit erhöhtem Blutdruck und erhöhten Cholesterinwerten können durch den täglichen Verzehr von Zartbitterschokolade Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen.

Dies legen Berechnungen im Rahmen einer aktuellen Studie australischer Forscher nahe. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) rät angesichts dieser Ergebnisse Genussmenschen mit Bluthochdruck und hohen Blutfettwerten zu mehr Bewegung und zur gesünderen, dunklen Schokolade.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind weltweit die Todesursache Nummer eins. Jährlich sterben daran etwa 17,5 Millionen Menschen, das sind nahezu ein Drittel aller Todesfälle. Besonders gefährdet sind Menschen, die unter dem sogenannten Metabolischen Syndrom leiden: Blutdruck, Blutfette und Gewicht sind zu hoch, der Zuckerstoffwechsel gestört.

Australische Forscher haben jetzt anhand der Daten von 2013 Patienten mit Metabolischem Syndrom am Computer modelliert, was der Verzehr einer Tafel dunkler Schokolade täglich bewirken könnte: Bei 10 000 Personen ließen sich in einem Zeitraum von zehn Jahren 85 Schlaganfälle oder Herzinfarkte verhindern, von denen 15 tödlich geendet hätten.

„Der Kakao in dunkler Schokolade ist besonders reich an Flavonoiden, die für ihre Schutzwirkung auf Herz und Kreislauf bekannt sind“, erläutert DGIM-Generalsekretär Professor Ulrich Fölsch.

In den letzten Jahren haben mehrere Studien gezeigt, dass der Verzehr von dunkler Schokolade einen erhöhten Blutdruck senken kann. Mehr noch: Trotz des hohen Fettgehalts wirkt dunkle Schokolade auch günstig auf den Cholesterinwert. Die Effekte sind zwar gering, so Professor Fölsch: „Der Blutdruck sinkt um wenige Millimeter Hg und die Cholesterinwerte werden durch Schokolade allein nicht normalisiert“.

Doch auf die Dauer könne der Verzehr einen Beitrag zur Vermeidung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen leisten. Am stärksten profitieren Menschen mit einem Metabolischen Syndrom. „Sie sind zwar noch nicht spürbar krank, gehen aber auf Dauer ein erhöhtes Risiko ein, an Diabetes zu erkranken, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden“, sagt der Internist.

Dunkle Schokolade könnte einen Beitrag dazu leisten, diesen Erkrankungen vorzubeugen. Die Forscher haben deshalb auch berechnet, wie viel die Krankenkassen dadurch einsparen würden: Pro Person und Jahr könnten sie umgerechnet 31 Euro für Werbung, Erziehung oder die Subventionierung von dunkler Schokolade ausgeben. Trotzdem sparten sie Geld, weil die Folgekosten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sänken.

REHACARE.de; Quelle: Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V.
- Mehr über die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin unter: www.dgim.de