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Reisen mit dem Flugzeug

01.04.2006

Damit die schönsten Tage des Jahres nicht in einem heillosen Chaos enden, müssen Reisende mit Handicaps bei der Buchung der Flüge ihre individuellen Bedürfnisse angeben. Nur so sind die Mitarbeiter der Fluglinien vorbereitet und können beim An- und Abflug entsprechend agieren.

REHACARE.de hat bei einigen Fluglinien nachgefragt, was behinderte Reisende an Unterstützung erwarten können. Allen gemeinsam: Die Airlines gewähren Fluggästen mit eingeschränkter Bewegungsfähigkeit, Sehbehinderung oder akustischen Defiziten beim Einstieg ins Flugzeug Vorrang. Behindertengerechte Toiletten gibt es allerdings nicht in allen Flugzeugen - hier muss individuell nachgefragt werden.

 
 
 
Ab in die Lüfte © PixelQuelle.de

Konditionen für Körperbehinderte

  • Air Berlin: Kostenlose Begleitung am Ab- und Zielflughafen. Rollstühle werden für die Beförderung zum und vom Flugzeug bereitgestellt. Medizinische Hilfsmittel, Geräte und Medikamente werden ohne zusätzliche Kosten im Laderaum transportiert.


  • Air France: Eigener Rollstuhl muss abgegeben werden; Bereitstellung eines Rollis am Flughafen sowie an Bord. Behinderte Menschen verlassen das Flugzeug als letzte. Ein Betreuer wartet bei der Ankunft und hilft von der Gepäckabgabe bis zum Flughafenausgang.


  • British Airways: Soweit es genug Raum gibt, werden faltbare Rollstühle und Mobilitätshilfen in der Flugzeugkabine untergebracht. Rollstühle und Mobilitätshilfen bis zu 30 Kilogramm werden kostenfrei transportiert. Auf allen Langstreckenflügen mit zwei Gängen gibt es einen Bordrollstuhl. Am Flughafen werden Rollstühle und Elektrofahrzeuge bereitgestellt. Reisende mit besonderem Betreuungsbedarf benötigen eine eigene Begleitperson, da keine spezielle Bordbetreuung übernommen werden kann.


  • Central Wings: Maximal 15 Behinderte dürfen sich an Bord befinden.


  • Condor: Eigene Rollstühle werden im Laderaum befördert. An Bord stehen kostenlose Rollis zur Verfügung. Medizinische Hilfsmittel werden umsonst transportiert.


  • dba: Begleitpersonen von schwerbehinderten Fluggästen fliegen auf innerdeutschen Strecken kostenlos, nur die jeweiligen Flughafengebühren müssen gezahlt werden. Im Behindertenausweis des Passagiers muss hierfür ein "B" vermerkt sein. Eigene Rollstühle sind Teil des aufzugebenden Gepäcks. Am Flughafen wird ein Rollstuhl gestellt. Auf den Flügen der dba dürfen bis zu fünf Personen mit ernsthaften medizinischen Problemen mitreisen, jedoch maximal drei Personen, die Hilfe beim Ein- und Aussteigen benötigen.
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    Zurück auf dem Boden © PixelQuelle.de

  • Germanwings: Sofern der eigene Rollstuhl keine Nassbatterie besitzt, kann er kostenlos transportiert und im Flugzeug benutzt werden. Komplett immobile Passagiere benötigen aus Sicherheitsgründen eine Begleitperson.


  • Hapag-Lloyd Express: Um eine kostenlose Betreuung zu bekommen, muss man sich im Vorfeld anmelden. Spezielle Rollstühle sind ohne Aufpreis zu mieten. Körperbehinderte gehen als erstes an Bord


  • Lufthansa: Begleitpersonen von schwerbehinderten Fluggästen fliegen auf innerdeutschen Strecken kostenlos. Es gibt spezielle Betreuungsräume auf dem Flughafen und der Rollstuhl wird kostenfrei transportiert. Voraussetzung: ein Vermerk über die Notwendigkeit einer ständigen Begleitung im Schwerbehindertenausweis. Eine kostenlose Betreuung vom Check-In bis zum Flugzeug und am Zielort bis zur Gepäckausgabe. Auf Langstreckenflügen steht ein Bordrollstuhl zur Verfügung.


  • SWISS: Es wird eine spezielle Betreuung am Boden und in der Luft geboten. Dabei stellt SWISS sowohl Rollstühle als auch Beinstützen zur Verfügung. Das Kabinenpersonal ist im Umgang mit behinderten Passagieren und den entsprechenden Hilfsmitteln geschult.


  • Turkish Airlines: Schwerbehinderte mit Ausweis erhalten 40 % Ermäßigung. Der eigene Rollstuhl muss je nach Ergebnis der Sicherheitskontrolle abgegeben werden. Bis zum Gate können die Rollstühle des Flughafens genutzt werden. Das Flughafenpersonal bringt den Körperbehinderten zum Sitz, da an Bord keine Rollstühle benutzt werden können.


  • Ryan Air: Beschränkung auf vier Passagiere mit Handicaps pro Flug. Mechanische und trockenbatteriebetriebene Rollstühle können kostenlos mit in die Kabine genommen werden.
    Batteriebetriebene (nass) Rollstühle können nicht mit ins Flugzeug genommen werden.


  • United Airlines: An Bord gibt es spezielle Sitze mit beweglichen Armlehnen und einen Rollstuhl im Passagierraum. Extrabreite Toilettentüren mit niedriger Schwelle und unterstützenden Halterungen


  • - Hier geht es zu den Konditionen für Sehbehinderte, Hörgeschädigte und geistig behinderte Menschen

     
     

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