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Wie Blutwäsche bei Multipler Sklerose helfen kann

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Wie Blutwäsche bei Multipler Sklerose helfen kann

15.02.2008
Foto: Blutabnahme 
Blutwäsche kann bei MS helfen
© SXC

Wenn Patienten mit Multipler Sklerose bei einem starken Schub auch hoch dosiertes Cortison nicht mehr hilft, kann ein Blutwäscheverfahren schlimme Folgen häufig verhindern.

Die Multiple Sklerose ist auch heute noch nicht heilbar, aber durch moderne Immuntherapie deutlich besser beeinflussbar als früher. Trotzdem treten immer noch akute Verschlechterungen, sogenannte Schübe, auf.

90 Prozent der an Multipler Sklerose erkrankten und meist jungen Patienten leiden unter der schubförmigen Verlaufsform. Traditionell wird ein Schub nach Ausschluss anderer Ursachen und bei schwerwiegender Beschwerdesymptomatik mit hoch dosierten Cortison- Präparaten behandelt, bei Bedarf auch wiederholt. Was kann man aber tun, wenn die Wirkung von Cortison ausbleibt?

An sogenannten diagnostischen Biopsien von schwer verlaufenden Schüben konnten Forscher zeigen, dass sich Ablagerungen von Antikörpern (Eiweißprodukten) finden. Erfahrungsgemäß reagiert so eine Ablagerung nicht auf Cortison, aber auf Blutwäscheverfahren (Plasmapherese), die Eiweißstoffe und Entzündungsprodukte entfernt.

"In verschiedenen, teils gemeinsamen Arbeiten konnten wir zeigen, dass bei rascher Durchführung der Plasmapherese, das heißt innerhalb von spätestens sechs Wochen nach Beginn des schweren Schubes, bis zu 70 Prozent der Patienten unter der Blutwäschebehandlung entweder völlig beschwerdefrei werden oder zumindest einen weitgehenden Rückgang ihrer Symptome erfahren", so Prof. Gold, Leiter des MS Instituts in Göttingen.

An der Neurologischen Klinik des St. Josef Hospitals werden durchschnittlich drei Patienten mit schweren MS-Schüben monatlich durch Plasmapherese behandelt. Die Behandlung erfordert im Allgemeinen einen Katheter in einer größeren Vene des Körpers und wird nur stationär durchgeführt. Bei ausschließlich schleichendem Krankheitsverlauf kommt die Behandlung nicht in Frage.

REHACARE.de; Quelle: Ruhr-Universität Bochum

- Mehr über die Ruhr-Universität Bochum unter: www.ruhr-uni-bochum.de

 
 
 

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