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News & Berichte
Komfortabel wohnen auch mit Einschränkung
Selbstbestimmtes Leben ist für Senioren und Menschen mit Behinderung nicht immer einfach, auch in den eigenen vier Wänden. Der Themenpark Wohn(t)raum auf der REHACARE 2009 zeigt, dass es auch anders geht.
Ein Knopfdruck genügt und schon bewegen sich Spüle, Arbeitsplatte und Oberschränke. Eine Küche, die sich ganz nach den Bedürfnissen ihrer Benutzer richtet, ist keine Vision der Zukunft, sondern bereits Realität. In Halle 3 auf der REHACARE können die Besucher eigenhändig ausprobieren, wie barrierefreies Arbeiten in der Küche möglich wird.
Und das ist noch lange nicht alles. Eine ganze Wohnung ist im Bereich des Wohn(t)raums aufgebaut: Badezimmer, Schlafzimmer, Wohnzimmer, Arbeitszimmer – immer mit dem kleinen Unterschied zu herkömmlichen Möbeln, aus allen Lebenslagen heraus zu bedienen und individuell passend gemacht.
„Wohnqualität wird im Alter immer wichtiger“, sagt die Essener Innenarchitektin Susanne Goll. Zusätzlich wurde in den letzten Jahren auch immer mehr Wert auf ein ansprechendes Design gelegt. Weg von der Funktionalität allein, hin zu Funktionalität gepaart mit Stil. Goll zeigt Intesessierten in der Messe-Wohnung, was bei der Planung von barrierefreiem Wohnen zu beachten ist und mit welchen Produkten man ein Leben ohne Hindernisse umsetzen kann.
Da ist zum Beispiel eine Couchgarnitur aus weißem Leder, ansprechend im Design, auf den ersten Blick nicht von handelsüblichen Modellen zu unterscheiden. Nur auf den zweiten Blick fällt es auf: Die Sessel sind nämlich nicht gleich groß, sondern sind in den Größen S, M und L produziert. Warum? „Bei Menschen mit Hüftbeschwerden ist es besonders wichtig, dass sie richtig sitzen“, antwortet Goll. Allerdings sind die Sessel nicht nur für kranke Menschen konzipiert, sondern können auch einen übergreifenden Zweck erfüllen. „In Großfamilien, wo Kinder und Erwachsene zusammen leben, machen die unterschiedlichen Größen auch Sinn“, so die Architektin.
Ein weiterer Höhepunkt in der Messe-Wohnung ist ein höhenverstellbarer Schreibtisch, der besonders für Rollstuhlfahrer geeignet ist. Unter der Tischplatte befinden sich keine Streben. Menschen im Rollstuhl haben an dem Tisch also viel Beinfreiheit und können optimal an ihm arbeiten. Weitere Accessoires des barrierefrien Wohnens sind Lichtschalter mit großen und hervorstehenden Symbolen, spezielles Küchengeschirr, das Menschen mit weniger Kraft in den Händen ermöglicht, Brot zu schneiden oder eine Wasserflasche aufzudrehen.
Simone Heimann
REHACARE.de

