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News & Berichte
Auf ins Arbeitsleben
Vielen Menschen mit Handicap stehen ähnliche Möglichkeiten in der Berufswelt offen wie nicht Behinderten. Im Themenpark „Behinderte Menschen und Beruf“ in Halle 3 gab es dazu viele Informationen.
„Es gibt nicht 'die' Behinderten“, sagt Johannes Gröper von der Arbeitsagentur in Bonn. Er berät junge Menschen mit Handicap beim Einstieg in die Berufswelt und weiß, dass geistig behinderte Menschen ein bescheideneres Angebot auf dem Arbeitsmarkt finden als beispielsweise Menschen im Rollstuhl oder mit einer Sehschwäche. Da gilt es, für jeden die richtige Beschäftigung zu finden. Und damit sollte man früh anfangen.
„Wir arbeiten eng mit Schulen zusammen“, sagt der Berufsberater. Ende der Klasse acht Anfang der Klasse neun sollten sich die Schüler Gedanken über ihren Berufswunsch machen. Wo liegen die Interessen und was kann man besonders gut. Über Praktika knüpfen Jugendliche häufig die ersten Kontakte zu Betrieben – und die merken oft, dass viele behinderte Menschen ihren Job sehr gut machen. Nicht selten entsteht im Anschluss an ein Praktikum auch ein Ausbildungsvertrag - mit dem gleichem Inhalt wie bei nicht behinderten Menschen.
Der Unterschied: Oft muss ein Arbeitsplatz für Menschen mit Handicap besonderen Anforderungen genügen. „Schreibtische müssen so gestaltet sein, dass ein Rollstuhlfahrer problemlos daran arbeiten kann“, sagt Gröper. Manchmal ist auch Betreuungspersonal notwendig oder der Weg zur Berufsschule muss eigens organisiert werden. Das ist natürlich alles mit Kosten verbunden, vor denen sich viele Arbeitgeber scheuen. Weil die wenigsten wissen, dass es Fördermöglichkeiten vom Integrationsamt oder den Landschaftsverbänden gibt.
Dass ein erfolgreicher Berufseinstieg für Menschen mit Behinderung auch in der Praxis funktioniert, zeigten Jugendliche beim „Markt der Möglichkeiten“. Ein sehbehinderter Badehelfer erzählte mit großer Begeisterung aus seinem Berufsalltag – und seine Chefin betonte, dass die Gäste die gute Arbeit und die liebevolle Art des jungen Mannes sehr schätzen.
Simone Heimann
REHACARE.de

