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Hitzewelle erfordert Eigeninitiative der Pfleger

Hitzewelle erfordert Eigeninitiative der Pfleger

Foto: Gleißende Sonne kommt hinter Wolken hervor 

Tipps und Regeln zum Schutz von älteren Menschen und Pflegeheimbewohnern bei großer Hitze gibt das Kuratorium Deutsche Altershilfe - Wilhelmine Lübke Stiftung e. V.

Hitze kann für alte und kranke Personen, darunter vor allem Pflegeheimbewohner und Menschen mit Demenz, gefährlich werden. Die hohen Temperaturen können zum Zusammenbruch des Organismus führen.

"Hier ist die Eigeninitiative der Einrichtungen gefragt", stellt Uwe Brucker, Fachgebietsleiter Pflegerische Versorgung des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen, fest. Denn es sei fraglich, ob das Gesundheits- und Sozialsystem in Deutschland auf Hitzewellen flächendeckend vorbereitet sei, so Brucker weiter. Lediglich Hessen habe 2004 auf Basis der Daten des Deutschen Wetterdienstes ein differenziertes Hitzewarnsystem installiert.

Während einer Hitzewelle ist Wassermangel, die Exsikkose, ein zentrales Thema. "Was die Menschen dann dringend brauchen, sind natriumhaltige Getränke. In den Pflegeheimen werden aber oft Tees und natriumarme ‚Mineralwässer‘ gereicht", sagt Christine Sowinski, Pflegefachfrau des KDA. Es komme auch vor, dass die Folgen einer Exsikkose, wie beispielsweise Temperaturerhöhung, als Infektion missgedeutet und dann mit Antibiotika falsch behandelt würde.

Um ältere Menschen vor den Folgen einer Hitzewelle zu schützen, sollten daher folgende kurzfristige Maßnahmen getroffen werden:

  • Raumtemperatur niedrig halten, indem beispielsweise tagsüber Fenster und Rollläden geschlossen bleiben
  • Aufhängen von feuchten Tüchern oder Aufstellen mobiler Verdampfungskühlgeräte (bei trockner Hitze) beziehungsweise mobiler Entfeuchtungs- und Klimageräte (bei feuchter Hitze)
  • Ausschalten unnötiger elektrischer Geräte (auch Licht) und
  • in kühlere Räume umziehen (auch Keller) oder mindestens zwei bis drei Stunden in kühleren Räumen verbringen.


Weitere wichtige Punkte sind leichte und locker sitzende Kleidung aus natürlichem Material, kühle Duschen oder feuchte Wickel, sowie pro Stunde ein Glas kühler, aber nicht kalter Flüssigkeit, wie natriumhaltiges Mineralwasser, Säfte, Suppen oder Brühen.

- Mehr über das Kuratorium Deutsche Altershilfe - Wilhelmine Lübke Stiftung e. V. erfahren Sie unter: www.kda.de

 
 
 

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