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Wenn der Kinderwunsch zur Belastungsprobe wird

Wenn der Kinderwunsch zur Belastungsprobe wird

29.09.2009
Dr. Becker Klinikgesellschaft GmbH & Co. KG

Ca. 1,5 Millionen Paare in Deutschland sind ungewollt kinderlos. Oft spielen psy-chologische Faktoren eine bedeutende Rolle. Die Burg-Klinik Stadtlengsfeld bietet Hilfe im Rahmen der Rehabilitation.

Wenn der Traum vom eigenen Kind zum Albtraum wird, stürzen viele Paare in eine tiefe Krise. Mittlerweile gibt es zwar viele wirksame, reproduktionsmedizinische Maßnahmen, mit denen eine Schwangerschaft herbeigeführt werden kann. Was aber tun, wenn selbst diese nicht greifen? Wenn für das betroffene Paar ein Kreislauf aus Leistungsdruck, Schuldzuweisungen sowie Hoff-nung und Verzweiflung entsteht? Wenn dadurch der Kinderwunsch in noch weitere Entfernung rückt? „In diesen Fällen ist eine psychosoziale Beratung sehr sinnvoll“, konstatiert Dr. Andreas Schmidt, Leitender Psychologe an der Burg-Klinik in Stadtlengsfeld.

Immer mehr Betroffene in psychosozialer Beratung

Immer mehr Paare mit unerfülltem Kinderwunsch nehmen mittlerweile Hilfe in Form einer psychosozialen Beratung in Anspruch. Die Burg-Klinik in der thüringischen Rhön verfügt über jahrelange Expertise in diesem Bereich. Nach erfolgreichen Testwochen zur Evaluation einer optimalen Therapie bei ungewollter Kinderlosigkeit hat die Einrichtung die Behandlungsmodule jetzt in ihr Rehabilitationsportfolio aufgenommen.
Leidet der Betroffene also so stark unter dem unerfüllten Kinderwunsch, dass eine psychosoziale Behandlung angezeigt ist, hat er im Rahmen einer psychosomatischen Rehabilitation in der Burg-Klinik die Möglichkeit, sich hier optimal behandeln zu lassen. Die Behandlung ist jedoch auch vorbeugend und begleitend ausgerichtet, da im Umfeld des unerfüllten Kinderwunsches viele „Stressquellen lauern“. In manchen Fällen kommen auch Patienten mit psychischen oder psychosomatischen Beschwerden, bei denen erst vor Ort klar wird, dass diese unter anderem auf den unerfüllten Kinderwunsch zurückzuführen sind. Diese können dann ebenfalls auf das Know-how der Fachleute vor Ort in speziell auf die ungewollte Kinderlosigkeit ausgerichteten Thera-piemodulen zurückgreifen.
Das Konzept, das dahinter steht, nennt sich PaarPlus. Weil es zunächst darum geht, neue Impulse für die Partnerschaft zu finden und wieder zu mehr Gelassenheit zu gelangen. Das neue The-rapiekonzept sieht deshalb vor, dass der Partner des Patienten – sofern angezeigt – die psycho-therapeutischen Gespräche an ausgewählten Tagen mit besuchen kann. „Und wenn es dem Betroffenen mit Hilfe der Therapie gelingt, eine positivere und stressfreie Einstellung zu gewinnen, kann sich dies letztendlich auch positiv auf den Kinderwunsch auswirken“, erklärt Dr. Schmidt.
Die Behandlung in der Burg-Klinik versteht sich dabei als Begleitung und Ergänzung zu reproduktionsmedizinischen Maßnahmen. Natürlich kann sie aber auch ohne vorherige somatische Behandlung in Anspruch genommen werden, sofern dem Betreffenden eine stationäre, rehabilitative Maßnahme wegen eines psychischen oder psychosomatischen Leidens in der Burg-Klinik bewilligt wurde. „Wichtig ist vor allem, dass den Betroffenen wieder Mut gemacht wird und dass ihnen Hilfestellungen aufgezeigt werden, die ihre ungewollte Kinderlosigkeit kompensieren können“, erklärt Dr. Schmidt. Denn sie gerieten durch die Diagnose, auf natürlichem Wege keinen Nachwuchs zeugen zu können, oftmals in eine schwere Lebenskrise. Dabei wollen die Experten vor Ort dem Betroffenen seinen Kinderwunsch in keinem Fall ausreden. „Nur sofern gewünscht, klären wir ihn auch über Alternativen wie beispielsweise eine mögliche Adoption auf“, so der Leitende Psychologe.

 
 

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