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Ist barrierefrei sexy?





Von kobinet-Korrespondent Franz Schmahl



Berlin (kobinet) Hinsichtlich der Barrierefreiheit in den Köpfen entwickeln sich die Dinge in Deutschland doch ganz erfreulich. Das mailte mir ein Bekannter aus Münster, der wieder Tipps für entsprechende Veranstaltungen parat hatte. Gestern wurde in Potsdam das Rad weiter gedreht (kobinet 8.11.05).



Das Land Brandenburg hat mit seinen Fairway-Projekten viele Chancen, im barrierefreien Tourismus neue Arbeitsplätze zu schaffen - nicht zuletzt auch für Arbeitslose mit einer Behinderung. "Barrierefrei planen, bauen und gestalten - das ist doch sexy", war schon vor viel mehr als fünf Jahren am Tagungsort auf Hermannswerder zu vernehmen. Die Brandenburger hatten auf die Havelinsel die inzwischen abgewickelte Movado-Truppe aus Berlin und die Aktiven Behinderten aus Stuttgart eingeladen. Seitdem hat Rainer Kluge, der Behindertenbeauftragte des Landes Brandenburg, viel dafür getan, dieses Thema am Kochen zu halten.



Ex-Movado-Bauberater Heino Marx gab mit seinem Beraterbüro Hinweise für barrierefreie Gestaltung des FKK- und Saunaklubs "Artemis", damit Berlins erotischer Höhepunkt barrierefrei nach modernen Gesichtspunkten ausgestattet wurde. An der Technischen Universität Berlin arbeitet ein Kompetenzzentrum Barrierefreies Planen und Bauen, mit der Berliner Behindertenverband in diesem Jahr erstmals eine Sommeruniversität veranstaltete.



In Leipzig ist für den 3. Februar 2006 eine Beratung der Architektenkammern von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen anberaumt. Sie findet auf der Fachmesse bauchfach 2006 statt zum Thema: "Architektur konkret: Barrierefrei - nutzbar für alle". Zu diesem zweiten "Mitteldeutschen Architektentag" kommen die notwendigen konkreten Umsetzungen nicht überraschend.



"Mit den gesellschaftspolitischen, demografischen und auch den baukulturellen Wandlungsprozessen steht auch die Frage nach zeitgemäßem Planungs- und Architekturverständnis auf der Tagesordnung. Die geforderten Umstrukturierungen urbaner und ländlicher Räume für bessere und intelligentere Nutzung und Verwertung müssen die prinzipielle Nutzbarkeit für alle Personengruppen und durch alle Generationen berücksichtigen. Dies erfordert einen selbstverständlichen Ansatz zum barrierefreien Planen und Bauen, um durchgängige, barrierefreie Strukturen zu schaffen, die nachhaltig von allen gleichzeitig und flexibel nutzbar sind. Die barrierefrei gestaltete Umnutzung steigert zudem die Verwertbarkeit von baulichen, städtebaulichen und landschaftlichen Nutzungsangeboten", so der Leipziger Architekt Gerd Oberheid.



Der Leiter des Arbeitskreises "Barrierefreies Planen und Bauen" in Sachsen will das komplex und anspruchsvoll gestaltete barrierefreie Design in Architektur, Stadt und Landschaftsraum. Barrierefreiheit fördert nach seiner Ansicht Mobilität und Integration im gesellschaftlichen Zusammenleben aller Alters- und Personengruppen. Ein großer Planungsbedarf müsse dem barrierefreien Tourismus zugeordnet werden, weil immer mehr barrierefreie Strukturen gefordert werden.





 




 
 

( Quelle: kobinet-Nachrichten )

 
 

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