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Neue Paartherapie ermöglicht gemeinsame Zukunft nach einem Seitensprung

Neue Paartherapie ermöglicht gemeinsame Zukunft nach einem Seitensprung

 

Wissenschaftler der Technischen Universität Braunschweig fanden heraus, dass die Folgen einer Affäre für die Betroffenen deutlich vermindert werden können.

Normalerweise sind die Folgen eines Seitensprungs für ein Paar fast immer gravierend und mit schweren psychischen Belastungen verbunden. Therapieversuche galten in diesem Zusammenhang bislang als wenig Erfolg versprechend. Entsprechend ersten Ergebnissen der Pilotstudie der Christoph-Dornier-Stiftung können Depressivität und Ängstlichkeit reduziert werden.

"Unsere Erfahrungen in Braunschweig zeigen, dass diejenigen Paare, die sich konsequent auf die Schritte in der ersten Behandlungsphase einlassen, mit einer hohen Wahrscheinlichkeit im weiteren Therapieverlauf wieder Vertrauen aufbauen und allmählich Schwachstellen in der Beziehung aufdecken und verändern können", so Dr. Christoph Kröger, Leiter der Christoph-Dornier-Stiftung für Klinische Psychologie.

Insgesamt 13 Paare wurden bzw. werden seit Mai dieses Jahres im Rahmen der Pilotstudie behandelt. Zwei Paare brachen die Therapie ab. Acht Paare der Kontrollgruppe werden derzeit kontaktiert. "Kürzlich haben wir ein Paar, das wir behandeln, Hand in Hand und sehr verliebt in der Stadt gesehen. Das freut uns natürlich sehr", berichtet Kröger lächelnd.

Einer aktuellen repräsentativen Befragung von 2.500 Paaren zufolge war bei 30 Prozent einer der Partner untreu, in weiteren zehn Prozent haben sich beide auf eine Außenbeziehung eingelassen. Im Normalfall führen Affären allerdings zu schweren Zerwürfnissen in der Beziehung. Nach einer Affäre zeigen häufig beide Partner Symptome, wie sie nach dem Erleben einer Naturkatastrophe oder eines Verkehrsunfalls auftreten können. Innere Bilder und Szenen tauchen im Kopf auf, wie der Partner sich mit der dritten Person vergnügt. Beide Partner leiden häufig unter Schuldgefühlen, Angst oder Panik. Endlose Streitgespräche vergiften zusätzlich die Beziehung.

In den USA wurde eine neue Paartherapie für Paare mit einer Außenbeziehung entwickelt. Die ermutigenden Ergebnisse werden auch von den Braunschweiger Wissenschaftlern bestätigt. Voraussetzung der Behandlung ist, dass die Außenbeziehung aufgegeben wird und beide Partner Zeit und Bereitschaft mitbringen, therapeutische Aufgaben zu Hause durchzuführen. Dann können beide Partner in relativ kurzer Zeit lernen, einander zu vergeben und die Partnerschaft auf ein neues Fundament zu stellen.

- Weitere Informationen zur Christoph-Dornier-Stiftung finden Sie unter www.christoph-dornier-stiftung.de

 
 

( Quelle: REHACARE.de )

 

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