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Starke Eltern für selbstbewusste Kinder







Guxhagen (kobinet) Einen Rekordbesuch verzeichnete die Jahrestagung des Bundeselternverbandes gehörloser Kinder e.V. vom 25. bis 28. Mai, über die Karin Kestner jetzt einen reich illustrierten Bericht ins Netz gestellt hat. Gast der Veranstaltung war Jürgen Endress mit einer faszinierenden Vorstellung seiner Gebärdenpoesie, mit der er die "Goldene Hand" beim Gebärdensprachfestival 2006 in Berlin gewonnen hatte.



"Die Jahrestagung des Bundeselternverbandes gehörloser Kinder konnte in diesem Jahr einen neuen Rekord aufweisen. Über 150 gehörlose und hörende Teilnehmer (ungefähr je zur Hälfte hörend und gehörlos) besuchten die, so die Meinung einiger Eltern, beste Jahrestagung seit Jahren. 45 gehörlose und schwerhörige Kinder und Geschwister zeigen die ständig wachsende Bedeutung des Elternverbandes", so Karin Kestner auf ihrer Webseite.



Die Tagung stand unter dem Motto "Starke Eltern für selbstbewusste Kinder". Da hinein passte dann auch der fulminante Auftakt-Vortrag von Prof. Dr. Erika Schuchardt. "Warum gerade ich? Leben lernen mit Beeinträchtigung des Hörens". Krisen als Chance sehen, Krise ein verborgener Reichtum, Krisen erkennen, Krisen verarbeiten, sehen wo Eltern stehen in der Spirale des Krisenmodells nach Schuchardt.



Eltern meldeten sich zu Wort ("Ja ich bin noch aggressiv", "Ich habe noch nicht verarbeitet, dass mein Kind gehörlos ist"), erkennen, dass es nicht Sinn sein kann, sein Kind mit CI versorgen lassen zu müssen, um es an das bestehende, völlig unbefriedigende, oralistische Schulsystem in Deutschland anpassen zu müssen. Gehörlose Kindern brauchen den Unterricht, der ihnen von Rechts wegen zusteht, Unterricht von gehörlosen Pädagogen in Gebärdensprache, als Vorbilder in Sprache und Kultur, für gleiche Bildungschancen.



Es wurde das Buch "Und jetzt …? Unser Kind ist gehörlos!" von Carla Vogel vorgestellt, das im Verlag Karin Kestner erschien. Das Buch stellt das Krisenmodell nach Schuchardt an Hand von Interviews mit Eltern gehörloser Kinder vor.



Durch sämtliche Bundesländer zieht sich wie ein roter Faden die schlechte Bildung gehörloser Kinder. Ergreifende Schilderungen der Eltern in der anschließenden Diskussion und Pause belegen, dass gehörlose Kinder noch immer nicht die gleichen Bildungschancen haben wie hörende Kinder. Es wurde der Wunsch nach einer zentralen Gehörlosenschule Deutschland geäußert, um die vorhanden Ressourcen von gehörlosen und gebärdensprachkompetenten Lehren ausnutzen und bündeln zu können. In einigen Schulen in Deutschland stehen zwar gehörlose Pädagogen zur Verfügung, doch deren Kenntnisse und Fähigkeiten verpuffen in dem ansonsten lautsprachgerichteten Schulsystem wie ein Tropfen auf einem heißen Stein. Es wurde sogar berichtet, dass an einer Schule zwar gehörlose Lehrer angestellt seien, ihnen jedoch die Benutzung der Gebärdensprache im Unterricht verboten wurde. sch



Der vollständige Bericht mit vielen Fotos ist auf www.kestner.de nachzulesen

 






Endress © www.kestner.de
 
 

( Quelle: kobinet-Nachrichten )

 
 

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