Hauptinhalt dieser Seite

Sprungmarken zu den verschiedenen Informationsbereichen der Seite:

Sie befinden sich hier: REHACARE-Portal. REHACARE Magazin. Archiv. Chronische Krankheiten.

Deutscher Behindertenrat begrüßt UN-Konvention







Berlin (kobinet) Der Deutsche Behindertenrat erwartet von den Vertragsstaaten der Behindertenkonvention der Vereinten Nationen die Verpflichtung, eine andere Denkweise im Umgang mit Belangen behinderter Menschen zu entwickeln. Das erklärte heute Brigitte Setzer-Pathe, Vorsitzende des Sprecherrats dieses Aktionsbündnisses von mehr als 2,5 Millionen behinderter und chronisch kranker Menschen.



"Die Konvention erkennt das Recht behinderter Menschen auf eine umfassende Teilhabe in allen Lebensbereichen an", betonte Setzer-Pathe. Hierzu gehörten das Recht auf ein unabhängiges Leben, das gleiche Recht auf eine eigene Familie, das Recht auf Beschäftigung, das Recht auf einen angemessen Lebensstandard und sozialen Schutz, gleicher Zugang zu Bildung, das gleiche Recht auf Teilhabe am öffentlichen und kulturellen Leben sowie Schutz vor Gewalt, Ausbeutung und Missbrauch. Es sei besonders erfreulich, dass es gelungen ist, in der Konvention eine Verpflichtung der Vertragsstaaten zur Beseitigung der mehrfachen Diskriminierung behinderter Frauen und Mädchen zu verankern.



Ein Wermutstropfen ist aus Sicht des Behindertenrats der Kompromiss, der bei Artikel 12, der gleichen Anerkennung vor dem Gesetz, gefunden wurde: Eine Fußnote kann dazu führen, dass Millionen von behinderten Menschen im chinesischen, russischen oder arabischen Sprachraum das gleiche Recht, rechtlich wirksam zu handeln, versagt bleibt. Die Bundesregierung wurde vom Behindertenrat aufgerufen, mit darauf hinzuwirken, dass diese Fußnote bis zur Verabschiedung der Konvention durch die Vollversammlung der Vereinten Nationen wieder gestrichen wird. sch

 






Setzer-Pathe © SoVD
 
 

( Quelle: kobinet-Nachrichten )

 
 
 
© Messe Düsseldorf gedruckt von www.REHACARE.de