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Öffentlichkeitsarbeit für Elternassistenz

Uder (kobinet) Um das Recht auf Elternassistenz durchzusetzen und Ungerechtigkeiten gegenüber behinderten Eltern abzubauen, bedarf es einer intensiveren Öffentlichkeitsarbeit über die Situation behinderter Eltern. Das ist ein Ergebnis der Tagung behinderter Eltern in Uder.

Unter dem Motto: "Zukunft behinderter und chronisch kranker Eltern und ihrer Familien" haben sich in Uder behinderte Eltern mit ihren Kindern in Uder versammelt. Im Rahmen einer Arbeitsgruppe, die gestern Nachmittag stattfand, ging es dabei u. a. um das Recht auf Elternassistenz. Der Koordinator der Kampagne "Recht auf Elternassistenz", Ottmar Miles-Paul stellte dabei die bisherigen Aktivitäten im Rahmen der Kampagne vor.

In der Diskussion ging es u.a. auch um den Druck, der zum Teil von Jugendämtern ausgeübt wird. Viele behinderte Eltern lebten in dem Dilemma, dass sie eigentlich Hilfen benötigten, um ihre Kinder gleichberechtigt zu erziehen, aber Angst haben, sich an die Jugendämter zu wenden, weil ihnen sonst negative Konsequenzen drohen könnten. Dass diese Angst nicht unbegründet ist, belegt eine Zahl, die Dr. Julia Zinsmeister in ihrem Gutachten zur Elternassistenz anführt, wonach ein Fünftel der Kinder von Menschen mit einer sogenannten geistigen Behinderung in Pflege- oder Adoptivfamilien leben.

Um das Recht auf Elternassistenz durchzusetzen und bestehende Ungerechtigkeiten zu beseitigen, sei eine intensive Öffentlichkeitsarbeit über die Situation behinderter Eltern nötig. Dies war ein Ergebnis für die zukünftigen Aktivitäten des Bundesverbandes behinderter und chronisch kranker Eltern bbe. Vor allem müsse es nun aber auch darum gehen, das Thema politisch zu platzieren und dafür zu sorgen, dass behinderte Eltern in Gesetzesreformen berücksichtigt werden. "Es gibt keinen Grund, warum Arbeitsassistenz bewilligt und Elternassistenz verweigert wird", zog Ottmar Miles-Paul, der die Arbeitsgruppe moderierte, Bilanz. elba
 



 
 

( Quelle: kobinet-Nachrichten )

 
 

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