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Schleppende Genehmigungen der Krankenkassen für häusliche Kinderkrankenpflege

Schleppende Genehmigungen der Krankenkassen für häusliche Kinderkrankenpflege

05.10.2006
Bundesverband Häusliche Kinderkrankenpflege e.V. (BHK)

Häusliche Kinderkrankenpflege: Jedes fünfte schwerstkranke Kind von schleppender Genehmigung betroffen - bundeswei-te Erhebung des BHK

Mainz/Köln 14.September 2006 - Für jeden fünften Patienten der Häuslichen Kinderkrankenpflege benötigen die Krankenkassen immer noch mehr als zehn Tage, um über die Übernahme der Kosten für medizinisch notwendige Leistungen zu entscheiden. Das ist eines der Ergebnisse der Datener-hebung des Bundesverbandes Häusliche Kinderkrankenpflege (BHK e.V.) zur ambulanten Versor-gung schwerstkranker Kinder in Deutschland, das der BHK am Freitag auf der Bundestagung häusliche Kindekrankenpflege in Mainz vorstellte. "Das ist ein Problem, das Kosten für die Kas-sen und eine hohe Belastung für Eltern und Patienten verursacht", so BHK-Bundesgeschäftsführerin Mechthild Böll. "Wir werden auf die Kassen zugehen, um schleunigst diese Problematik im Interesse der Versicherten gemeinsam zu klären".


Der BHK hatte erstmals über einen Zeitraum von einem halben Jahr Daten bei Anbietern häuslicher Kinderkrankenpflege über neu aufgenommene Kinder erhoben und deren Auswertung jetzt der Öffentlichkeit vorge-legt. Eine vergleichbare Erhebung hat es nach Informationen des BHK bisher nicht gege-ben. Weitere markante Ergebnisse der Unter-suchung sind, dass 60 % der Patienten jünger als ein Jahr sind und über 80% der Patienten aus der Klinik kommen, wenn sie erstmals zu Hause versorgt werden.

Im Krankenhaus hat fast die Hälfte (45%) der Kinder mehr als 30 Tage gelegen, jedes fünf-te Kind (18%) sogar mehr als 100 Tage. Dia-gnostisch, so die Erhebung, liegt der Schwer-punkt der versorgten Patienten bei ehemali-gen Frühgeborenen, Kindern mit Syndromen, Kindern mit schweren Herz- und Nierener-krankungen sowie Kindern, die an Krebs er-krankt sind.

Um zu ihren Patienten zu fahren, müssen die Dienste der Häuslichen Kinderkrankenpflege deutlich weitere Wege zurücklegen und damit auch mehr Zeit in Ansatz bringen, als dies in der ambulanten Kranken- und Altenpflege der Fall ist. Bis die Kinderkranschwestern bei ihren Patienten ankommen, müssen sie im Mittel 16 km zurücklegen, im Schnitt wird dafür eine dreiviertel Stunde benötigt. Im Rahmen der sogenannten Rückzugspflege, bei der die Eltern angeleitet werden, selbst verantwortlich und sicher fachpflegerische Aufgaben bei Ihrem Kind zu übernehmen, fallen für die Dienste im Durchschnitt 17 Einsatztage innerhalb von 38 Kalendertagen an. Die Länge der Einsätze beim Kind ist sehr stark abhängig von der Situation vor Ort, er-läutert Böll. So kann insbesondere in den ers-ten zwei Wochen ein Einsatz durchaus über zwei Stunden dauern.

Mehr als vier Fünftel der Familien mit schwerstkranken Kindern sind klassische Zwei-Eltern-Familien und in jeder zweiten Familie lebt mindestens ein weiteres Ge-schwisterkind. In jeder sechsten Familie mit Geschwisterkindern lebt ein weiteres Kind ebenfalls mit einer schweren Erkrankung.

Auch zum sozialen Status der Familien wer-den Aussagen getroffen. So werden rund drei Viertel der Familien als "normal begüterte" (62%) bzw. "gut situierte" (10%) Familie beschrieben.

Keine große Überraschung bot den Statisti-kern die Zugehörigkeit der Patienten zu den Krankenkassen: So war fast die Hälfte (47%) Mitglied bei einer Primärkasse wie der AOK oder IKK, jeder Vierte war bei den Ersatz-kassen versichert, jeweils 12% entfielen auf die Betriebskrankenkassen und die privaten Versicherungen.

Der BHK, der sich für eine flächendeckende häusliche Versorgung schwerstkranker Kin-der in Deutschland einsetzt, kündigte an, eine weitere Erhebung in diesem Jahr zu starten, deren Auswertung im Sommer 2007 vorlie-gen soll.











Häusliche Kinderkrankenpflege: Jedes fünfte schwerstkranke Kind von schleppender Genehmigung betroffen - bundeswei-te Erhebung des BHK

Mainz/Köln 14.September 2006 - Für jeden fünften Patienten der Häuslichen Kinderkrankenpflege benötigen die Krankenkassen immer noch mehr als zehn Tage, um über die Übernahme der Kosten für medizinisch notwendige Leistungen zu entscheiden. Das ist eines der Ergebnisse der Datener-hebung des Bundesverbandes Häusliche Kinderkrankenpflege (BHK e.V.) zur ambulanten Versor-gung schwerstkranker Kinder in Deutschland, das der BHK am Freitag auf der Bundestagung häusliche Kindekrankenpflege in Mainz vorstellte. "Das ist ein Problem, das Kosten für die Kas-sen und eine hohe Belastung für Eltern und Patienten verursacht", so BHK-Bundesgeschäftsführerin Mechthild Böll. "Wir werden auf die Kassen zugehen, um schleunigst diese Problematik im Interesse der Versicherten gemeinsam zu klären".


Der BHK hatte erstmals über einen Zeitraum von einem halben Jahr Daten bei Anbietern häuslicher Kinderkrankenpflege über neu aufgenommene Kinder erhoben und deren Auswertung jetzt der Öffentlichkeit vorge-legt. Eine vergleichbare Erhebung hat es nach Informationen des BHK bisher nicht gege-ben. Weitere markante Ergebnisse der Unter-suchung sind, dass 60 % der Patienten jünger als ein Jahr sind und über 80% der Patienten aus der Klinik kommen, wenn sie erstmals zu Hause versorgt werden.

Im Krankenhaus hat fast die Hälfte (45%) der Kinder mehr als 30 Tage gelegen, jedes fünf-te Kind (18%) sogar mehr als 100 Tage. Dia-gnostisch, so die Erhebung, liegt der Schwer-punkt der versorgten Patienten bei ehemali-gen Frühgeborenen, Kindern mit Syndromen, Kindern mit schweren Herz- und Nierener-krankungen sowie Kindern, die an Krebs er-krankt sind.

Um zu ihren Patienten zu fahren, müssen die Dienste der Häuslichen Kinderkrankenpflege deutlich weitere Wege zurücklegen und damit auch mehr Zeit in Ansatz bringen, als dies in der ambulanten Kranken- und Altenpflege der Fall ist. Bis die Kinderkranschwestern bei ihren Patienten ankommen, müssen sie im Mittel 16 km zurücklegen, im Schnitt wird dafür eine dreiviertel Stunde benötigt. Im Rahmen der sogenannten Rückzugspflege, bei der die Eltern angeleitet werden, selbst verantwortlich und sicher fachpflegerische Aufgaben bei Ihrem Kind zu übernehmen, fallen für die Dienste im Durchschnitt 17 Einsatztage innerhalb von 38 Kalendertagen an. Die Länge der Einsätze beim Kind ist sehr stark abhängig von der Situation vor Ort, er-läutert Böll. So kann insbesondere in den ers-ten zwei Wochen ein Einsatz durchaus über zwei Stunden dauern.

Mehr als vier Fünftel der Familien mit schwerstkranken Kindern sind klassische Zwei-Eltern-Familien und in jeder zweiten Familie lebt mindestens ein weiteres Ge-schwisterkind. In jeder sechsten Familie mit Geschwisterkindern lebt ein weiteres Kind ebenfalls mit einer schweren Erkrankung.

Auch zum sozialen Status der Familien wer-den Aussagen getroffen. So werden rund drei Viertel der Familien als "normal begüterte" (62%) bzw. "gut situierte" (10%) Familie beschrieben.

Keine große Überraschung bot den Statisti-kern die Zugehörigkeit der Patienten zu den Krankenkassen: So war fast die Hälfte (47%) Mitglied bei einer Primärkasse wie der AOK oder IKK, jeder Vierte war bei den Ersatz-kassen versichert, jeweils 12% entfielen auf die Betriebskrankenkassen und die privaten Versicherungen.

Der BHK, der sich für eine flächendeckende häusliche Versorgung schwerstkranker Kin-der in Deutschland einsetzt, kündigte an, eine weitere Erhebung in diesem Jahr zu starten, deren Auswertung im Sommer 2007 vorlie-gen soll.











Häusliche Kinderkrankenpflege: Jedes fünfte schwerstkranke Kind von schleppender Genehmigung betroffen - bundeswei-te Erhebung des BHK

Mainz/Köln 14.September 2006 - Für jeden fünften Patienten der Häuslichen Kinderkrankenpflege benötigen die Krankenkassen immer noch mehr als zehn Tage, um über die Übernahme der Kosten für medizinisch notwendige Leistungen zu entscheiden. Das ist eines der Ergebnisse der Datener-hebung des Bundesverbandes Häusliche Kinderkrankenpflege (BHK e.V.) zur ambulanten Versor-gung schwerstkranker Kinder in Deutschland, das der BHK am Freitag auf der Bundestagung häusliche Kindekrankenpflege in Mainz vorstellte. "Das ist ein Problem, das Kosten für die Kas-sen und eine hohe Belastung für Eltern und Patienten verursacht", so BHK-Bundesgeschäftsführerin Mechthild Böll. "Wir werden auf die Kassen zugehen, um schleunigst diese Problematik im Interesse der Versicherten gemeinsam zu klären".


Der BHK hatte erstmals über einen Zeitraum von einem halben Jahr Daten bei Anbietern häuslicher Kinderkrankenpflege über neu aufgenommene Kinder erhoben und deren Auswertung jetzt der Öffentlichkeit vorge-legt. Eine vergleichbare Erhebung hat es nach Informationen des BHK bisher nicht gege-ben. Weitere markante Ergebnisse der Unter-suchung sind, dass 60 % der Patienten jünger als ein Jahr sind und über 80% der Patienten aus der Klinik kommen, wenn sie erstmals zu Hause versorgt werden.

Im Krankenhaus hat fast die Hälfte (45%) der Kinder mehr als 30 Tage gelegen, jedes fünf-te Kind (18%) sogar mehr als 100 Tage. Dia-gnostisch, so die Erhebung, liegt der Schwer-punkt der versorgten Patienten bei ehemali-gen Frühgeborenen, Kindern mit Syndromen, Kindern mit schweren Herz- und Nierener-krankungen sowie Kindern, die an Krebs er-krankt sind.

Um zu ihren Patienten zu fahren, müssen die Dienste der Häuslichen Kinderkrankenpflege deutlich weitere Wege zurücklegen und damit auch mehr Zeit in Ansatz bringen, als dies in der ambulanten Kranken- und Altenpflege der Fall ist. Bis die Kinderkranschwestern bei ihren Patienten ankommen, müssen sie im Mittel 16 km zurücklegen, im Schnitt wird dafür eine dreiviertel Stunde benötigt. Im Rahmen der sogenannten Rückzugspflege, bei der die Eltern angeleitet werden, selbst verantwortlich und sicher fachpflegerische Aufgaben bei Ihrem Kind zu übernehmen, fallen für die Dienste im Durchschnitt 17 Einsatztage innerhalb von 38 Kalendertagen an. Die Länge der Einsätze beim Kind ist sehr stark abhängig von der Situation vor Ort, er-läutert Böll. So kann insbesondere in den ers-ten zwei Wochen ein Einsatz durchaus über zwei Stunden dauern.

Mehr als vier Fünftel der Familien mit schwerstkranken Kindern sind klassische Zwei-Eltern-Familien und in jeder zweiten Familie lebt mindestens ein weiteres Ge-schwisterkind. In jeder sechsten Familie mit Geschwisterkindern lebt ein weiteres Kind ebenfalls mit einer schweren Erkrankung.

Auch zum sozialen Status der Familien wer-den Aussagen getroffen. So werden rund drei Viertel der Familien als "normal begüterte" (62%) bzw. "gut situierte" (10%) Familie beschrieben.

Keine große Überraschung bot den Statisti-kern die Zugehörigkeit der Patienten zu den Krankenkassen: So war fast die Hälfte (47%) Mitglied bei einer Primärkasse wie der AOK oder IKK, jeder Vierte war bei den Ersatz-kassen versichert, jeweils 12% entfielen auf die Betriebskrankenkassen und die privaten Versicherungen.

Der BHK, der sich für eine flächendeckende häusliche Versorgung schwerstkranker Kin-der in Deutschland einsetzt, kündigte an, eine weitere Erhebung in diesem Jahr zu starten, deren Auswertung im Sommer 2007 vorlie-gen soll.





























 
 

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