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Forscher entwickeln kletternden Rollstuhl

Forscher entwickeln kletternden Rollstuhl

Foto: Rollstuhl  

Das Mechatronik-Zentrum der Leibniz Universität Hannover entwickelt einen Prototyp eines treppengängigen Elektrorollstuhls.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten an einer erheblichen Erleichterung des Alltags für gehbehinderte Menschen. Sie entwickeln einen Rollstuhl, mit dem Insassen selbstständig Treppen überwinden können. Bislang sind vorwiegend technische Lösungen wie fest installierte Treppenlifte und sackkarrenähnliche Hebehilfen erhältlich.

"Es gibt zwar Konzepte für treppengängige Rollstühle, aber die kosten ab 50.000 Euro aufwärts", sagt Dipl.-Ing. Holger Blume. "Der Nachteil der bisherigen Hebehilfen ist die fehlende Autonomie: Der Insasse ist auf fremde Hilfe angewiesen", berichtet Dr.-Ing. Arne Michaelsen, der seine Dissertation zu dem Thema angefertigt hat. Die Ingenieure wollen einen autonomen treppengängigen Rollstuhl entwickeln, der preislich mit einem normalen Elektrorollstuhl vergleichbar ist.

In dem Projekt haben die Experten einen besonders effizienten Hubmechanismus entwickelt, bei dem die Räder des Fahrstuhls mit Kurbeln hoch gedrückt werden. Zur Steuerung reichen einfache taktile Sensoren aus. Eine Kombination aus Kontaktschaltern und Ultraschallsensoren identifiziert die Stufenhöhe. Beim Treppenaufstieg erkennt ein Kontaktbügel die Annäherung an die Stufenkante.

So ist der Rollstuhl in der Lage, die Last einer Person über Treppen mit unterschiedlichen und unbekannten Abmessungen der Stufenhöhe und -tiefe zu transportieren. Durch die "aktive Insassenpositionierung" soll die Sitzfläche, die mit einem Schwenkarm befestigt ist, dabei waagerecht bleiben und nicht kippen.

Erste Gespräche mit der Industrie sind bereits gelaufen, um den Prototyp zu einem marktreifen Produkt weiterzuentwickeln.

REHACARE.de; Quelle: Leibniz Universität Hannover

- Weitere Informationen zur Leibniz Universität Hannover finden Sie unter: www.mzh.uni-hannover.de

 
 
 

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