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Stottern: Welche Therapie hilft?

Stottern: Welche Therapie hilft?

Foto: Logopäde und Patientin bei der Therapie  

800.000 Menschen in Deutschland stottern. Betroffen sind sowohl Kinder als auch Erwachsene. Die meisten suchen verzweifelt nach einer erfolgreichen Therapie.

Bei Kindern gelingt dies häufig. Ob erwachsene Stotterer vollständig geheilt werden können, ist wissenschaftlich umstritten. Zumindest aber kann eine geeignete Therapie die Symptome deutlich lindern.

Die Frage, welche Therapie für welchen Patienten geeignet ist, ist nicht leicht zu beantworten. "Trotz anderslautender Behauptungen mancher Therapieanbieter steht fest: Die eine Therapie, die bei allen Stotterern Erfolg hat, gibt es nicht", sagt Dr. Monika Rausch, Präsidentin des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie, und rät zur Vorsicht bei unrealistischen Heilungsversprechen.

Betroffene sollten sich im Vorfeld einer Behandlung möglichst viele Informationen über die jeweilige Therapieform besorgen. Besonders wertvoll sind Erfahrungsberichte anderer Stotterer, die man über Selbsthilfegruppen kennen lernen kann.

Zur Beurteilung der Therapiequalität können folgende Kriterien herangezogen werden:

  • Die Therapiedauer darf nicht zu knapp bemessen sein, damit sprechmotorische Prozesse automatisiert werden können.

  • Die eingeübten Techniken sollten in Situationen außerhalb der Therapie in Anwesenheit des Trainers angewandt und ihr Transfer in den Alltag des Patienten aktiv therapeutisch begleitet werden.

  • Bei Kindern ist wichtig, dass die Eltern in die Therapie einbezogen werden.

  • Für einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren sollte eine therapeutische Betreuung in Form von Stabilisierungs- und Nachsorgeterminen bestehen.


Rückfälle kommen in allen Therapien vor. Der positive Umgang damit durch entsprechende Rückfallprogramme kann langfristige Therapieerfolge ermöglichen. Dabei muss die Therapie auf individuelle Probleme und die Rückfallursache eingehen. Eine reine Wiederholung des Sprechtrainings ist nicht ausreichend.


REHACARE.de; Quelle: Deutscher Bundesverband für Logopädie (dbl)

- Weitere Informationen über den Bundesverband für Logopädie finden Sie unter: Internet: www.dbl-ev.de

 
 
 
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